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Schlägt Social Media auf den Magen?

Nehmt mal euer Handy raus. Unter Einstellungen >> Batterie könnt ihr nach unten scrollen und seht, wie viel Prozent eurer Handynutzung sich auf die jeweiligen Apps verteilt. Wenn ihr auf die kleine Uhr rechts klickt, zeigt es euch die absoluten Minutenzahlen der letzten 24h oder der letzten 4 Tage an. Rechnet mal hoch, wie viele Stunden ihr allein schon diesen Monat oder dieses Jahr mit Facebook, Instagram, Snapchat, WhatsApp, Mails, Spotify, Youtube, Pinterest oder sonstwas verbracht habt. Krass, oder?

Aber Anika, was erzählst du mir hier – das ist doch ein Blog über Reizdarm?!

Social Media macht Stress

Social Media gaukelt uns vor, es gäbe Perfektion. Die Menschen auf den Fotos scheinen schön, schlau, sportlich, erfolgreich, witzig, freundlich und vor allem: GLÜCKLICH zu sein. Egal wie sehr wir versuchen auch so „perfekt“ zu werden, wir werden es nie schaffen. Denn diese Perfektion ist eine Illusion. Social Media Beiträge zeigen uns nur sehr kleine, bewusst ausgewählte, für den Moment des Fotos perfektionierte Ausschnitte eines Lebens.

Instagram-Models gehen dir am Allerwertesten vorbei? Super, dann bist du mir einen Schritt voraus! Greifst du dafür reflexartig zu deinem Handy, wenn eine Nachricht kommt oder bringst du dein Handy in einen anderen Raum, um dich auf das Lernen zu konzentrieren? Wie oft am Tag checkst du deine Feeds, um ja nichts zu verpassen? Es ist ein menschliches Grundbedürfnis, sich sozial zugehörig zu fühlen. Alleine das Gefühl „etwas verpassen zu können“ macht mindestens genauso viel Stress und Unruhe, wie einer Illusion nachzurennen!

Aber ich liebe Instagram…

So, genug gewettert. Ich liebe Pinterest und Instagram. Sie inspirieren mich so sehr und spornen mich an. Social Media eröffnet so viele neue Möglichkeiten und ich wollte niemals das Gefühl missen, mich mit allen möglichen Leuten verbinden zu können, egal wie weit sie weg sind. Wie kann man also mit Social Media umgehen, ohne dass sie einem buchstäblich Bauchweh machen?

  1. Social Media ist natürlich nicht prinzipiell schlecht. Solange wir im Hinterkopf haben, dass das alles nur Selbstinszenierung ist, können wir es von uns weghalten und unabhängig von unseren eigenen Selbstwertgefühlen betrachten. Wenn ich mich als Zuschauer wie in einer Museumsgalerie durch Instagram bewege, ist es nur das: schön und inspirierend. Und ihr werdet merken, dass man irgendwann genug hat, genau wie in Museen.
  2. Nehmt nicht für bare Münze, was ihr seht – hinterfragt die Perfektion. Nehmt die Bilder und Beiträge einmal unter die Lupe. Versucht, euch die Kehrseiten der Medaille vor Augen zu führen und haltet einmal nach Themen Ausschau, die nie thematisiert werden. Jeder Mensch hat Stärken, die er aufbauschen und inszenieren kann – du genauso wie Pamela Reif oder Bibisbeautypalace!
  3. Du stehst auf und hast in den ersten 5 min dein Handy in der Hand? Du checkst nochmal schnell Emails, Facebook und WhatsApp, bevor du ins Bett gehst? Probier einmal aus, eine Stunde nach dem Aufstehen und 1 Stunde vor dem Schlafengehen das Handy (und den Laptop) wegzulegen. Mich entspannt das dermaßen. Das Gefühl, ständig gebraucht zu werden, kann schnell zu einem Stressfaktor werden – besonders, wenn der Tag gerade erst angefangen hat und sich ein Berg aufbaut oder ihr eigentlich gerade entspannt ins Bett gehen wolltet. Das alles ist später auch noch da! Gönnt euch eine Pause – euer Körper wird es euch danken.

Ich freue mich sehr, wenn ihr eure Erfahrungen teilt und hoffe, ihr probiert einmal aus, ohne Handy aufzustehen/ins Bett zu gehen.

Eure Anika

 

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