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Vom Aufgeben und Weitermachen

Es gab eine Zeit mit meinem Reizdarm, da dachte ich mir: „Find dich einfach damit ab. Ich werde mein Leben lang mit diesen Schmerzen und Blähungen leben – trage ich halt nur noch weite Röcke und gehe nach 18 Uhr nicht mehr vor die Tür.“
Aber ich hatte jemanden in meinem Leben, der mich motiviert hat immer weiter zu probieren und zu suchen. Falls ihr so jemanden noch nicht habt, gebe ich euch heute  zum Wochenende 3 gute Gründe weiterzumachen 🙂

Grund Nummer 1: Die Psyche
In den letzten Jahren hat die Wissenschaft interessante Entdeckungen gemacht. Bestimmte Darmbakterien begünstigen bzw. verhindern beispielsweise die Entwicklung von Alzheimer. Außerdem weiß man schon etwas länger, dass eine gute Darmflora uns vor Stress und unnatürlich emotionalen Reaktionen schützt. Eine Studie aus dem Jahr 2013 stellte zum ersten Mal einen Zusammenhang zu der Volkskrankheit Depression her.  Es stellte sich heraus, dass die emotionale Reaktion von Menschen, die während der Testphase Präbiotika zu sich genommen hatten, sich weniger aufregten, stressresistenter, gelassener und weniger angstanfällig waren.
Auch Angst ist ein großes Thema, das mich in diesem Zusammenhang während dem „Kampf“ mit meinem Darm begleitet hat und was (wie ich heute weiß) sehr typisch für Menschen mit Reiz Darm ist. Ich kann gar nicht sagen was für einen großen Unterschied es macht, ganz angstfrei durch das Leben gehen zu können!

Grund Nummer 2: Die Power
80% all unserer Immunzellen sind im Darm beheimatet. Als es meinem Darm schlecht ging, war mein Immunsystem furchtbar schwach. Ich war ständig krank und schien mir jede Grippe einzufangen – logisch eigentlich.
Als es langsam anfing mir besser zu gehen, war ich überrascht was ich alles an einem Tag erledigen kann und ich verstand endlich, wie Menschen Spaß daran haben können, nach der Arbeit oder Uni noch aus zu gehen oder Sport zu treiben 8)

Grund Nummer 3: Der Spaß.
Ganz ehrlich – das Leben ist nicht so cool, wenn du es ständig krank, unkonzentriert, kraftlos und ängstlich verbringst. Denkt alleine mal an die vielen Sommertage, an denen alle am See liegen und du alleine zu Hause bist, weil du Angst hast, dass die Leute aus deinem Jahrgang denken du wärst schwanger. Oder an das viele gute Essen, das du nicht probieren kannst weil dein Körper es nicht verkraftet. Ihr habt sicher viele eigene Wünsche…

Dass es mir irgendwann wieder so gut gehen würde wie heute, konnte ich ehrlich gesagt nicht immer wirklich glauben. Ich hatte mir ursprünglich das Ziel gesteckt, mehr Tage ohne Symptome zu erleben als mit. Heute bin ich sechs aus sieben Tagen absolut schmerz- und blähungsfrei, mein Stuhlgang ist regelmäßig, ich kann mich wieder konzentrieren und habe keine (unnatürlichen 😉 Stimmungsschwankungen mehr.

Also gebt nicht auf. Wenn ich eins gelernt habe, dann dass es sich lohnt durchzuhalten und immer weiter zu machen und zu probieren. Habt ein schönes Wochenende  ❤ Eure Anika

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