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Verschwindet mein Reizdarm mit der richtigen Ernährung?

Viele Menschen um mich herum denken, ich hätte meinen Darm durch das Meiden bestimmter Nahrungsmittel geheilt. Aber das ist weit gefehlt! Die wirkliche Veränderung hat in mir drin stattgefunden und die Ernährungsumstellung war nur einer der sichtbaren Konsequenzen meines Umdenkens/-fühlens. Die Überschrift stellt also eigentlich die falsche Frage! Man kann seine Ernährung gar nicht nachhaltig umstellen (außer man ist überirdisch diszipliniert), wenn sich nicht in der eigenen Sichtweise auf die Dinge etwas verändert.

In diesem Blogpost möchte ich zwei der vielen Veränderungen etwas genauer erklären, die mich seit November 2014 Stück für Stück gesund gemacht haben.

Mein Reizdarm, Fräulein Rottenmeier und ich

Anfang 2014 habe ich in China gelebt und mich durch alle Köstlichkeiten der Volksrepublik gegessen (und ich sage euch, das ist nicht das Gleiche, wie sich durch die Spezialitäten anderer Länder zu essen!). Essen war wie eine Sucht und es gab unglaublich viele Mahlzeiten, bei denen ich einfach kein Ende fand.

Mir ging es furchtbar schlecht und ich entschied nach einer wahren Krankenhaus -und-Ärzte-Odyssee, einen alternativen Weg einzuschlagen. Als ich meine Lebensmittel-Auswahl wenige Monate später auf ein absolutes Minimum beschränkte, befreite mich das paradoxerweise. Denn ich musste mich nicht mehr ständig entscheiden, disziplinieren oder beherrschen. Ich lernte, an hundert Bäckereien am Tag vorbei zu gehen, ohne ein einziges Mal darüber nachzudenken, ob ich mir nun etwas kaufen sollte oder nicht. Ich aß drei Mal am Tag. Morgens Haferflocken mit Obst, Mittags Reis mit Gemüse und Abends Kartoffeln mit Gemüse. Fertig. Essen war rein funktional geworden. Ich versuchte, alle Nährstoffe zu mir zu nehmen, die ich irgendwie brauchte und genug Energie aufzunehmen, um nicht vom Stängel zu fallen.

Und das brachte mir eine Erkenntnis: Ich muss essen, um zu leben.
Klar, theoretisch wissen wir das alle. Aber es mal wirklich zu erleben, hat irgendetwas in mir gerade gerückt. Natürlich liebe und genieße ich Essen nach wie vor, aber ich glaube, die meisten Menschen in unserer Gesellschaft haben kein Problem, dieses Ende des Spektrums zu verinnerlichen. Was wir vergessen ist, dass Essen dazu da ist, unseren Körper zu ernähren und zu versorgen.

Ich lernte, auf die Bedürfnisse meines Körpers zu hören und merkte bald selbst, wenn mir etwas fehlte. Damit meine ich nicht nur Nährstoffe, sondern auch Schlaf, Sonne oder Gesellschaft beispielsweise. Und das bringt uns zu meinem zweiten Punkt, dessen Veränderung mich gesund gemacht hat.

Mein Reizdarm, mein allerbester Feind

Während meiner Pubertät war mein Körper mein Feind. Ich musste mich ständig disziplinieren, um nicht dick zu werden und ständig kontrollieren, was ich esse. Tausend Mal am Tag sagte eine Fräulein Rottenmeier in meinem Kopf: „Beherrsch dich! Das war aber eins zu viel, dafür bekommst du später nichts zum Abendbrot.“

Unsere Körper sind von Natur aus dazu gemacht perfekt zu sein, perfekt zu funktionieren und sich sogar selbst zu reparieren. Mein Körper will genau wie „ich“, dass ich gesund bin und es mir gut geht. Er arbeitet den ganzen Tag an nichts anderem!

Durch das Lesen und Lernen über Ernährung und Gesundheit entwickelte ich eine große Faszination für den menschlichen Körper und vor allem das Verdauungssystem. Ich verstand, wie sehr mein Körper um meine Gesundheit kämpft und ich diejenige bin, die jahrelang überhaupt nichts zu dem gemeinsamen Ziel „Glücklich und Gesund“ beigetragen hat. Ich musste also anfangen mit ihm zusammen zu arbeiten, wenn ich gesund werden wollte und ihn nicht mehr als meinen Feind betrachten, sondern als meine BFF. Fräulein Rottenmeier hatte folgerichtig keinen Platz mehr, also verbannte ich sie mit viel Geduld und Meditation aus dem Haus.

Ich fing an, meinen Körper zu verwöhnen: ich gab mir so viel Schlaf, wie er wollte, bewegte mich so viel, wie er konnte, arbeitete nur so viel, wie ging, redete ihm gut zu und lobte ihn usw. Das hätte für mich vor 3 Jahren noch höchst duschgeknallt geklungen, aber ich sage euch: man muss nur verzweifelt genug sein, um sich für Neues öffnen zu können.

Ich hoffe, euch geben meine Blogbeiträge neue Ideen! Ich würde mich sehr über Kommentare und Feedback freuen, damit ich weiß, welche Themen euch interessieren und ob das, was ich schreibe, interessant für euch ist.

Habt ein wunderschönes Wochenende! Eure Anika

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