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An welche Ärzte kann ich mich mit meinem Reizdarm wenden? Teil I

Hallo zusammen! Ich freue mich total, denn mich haben diese und letzte Woche die ersten Anfragen und Reaktionen auf den Blog erreicht. Ich habe Kamille-und-Krawall gestartet, weil ich hoffe, anderen Reizdarm-Geplagten die lange Suche nach Lösungen etwas zu verkürzen. Natürlich freut es mich jetzt sehr zu sehen, dass der Blog seinen Zweck erfüllt.

Ich verstehe, dass es sich für Viele befremdlich anfühlt, offen unter die Beiträge zu kommentieren – ich fühle mich auch immer wieder etwas verrückt, hier so freimütig zu schreiben. Trotzdem möchte ich euch dazu motivieren, eure Gedanken und Fragen offen zu teilen, damit jeder etwas davon hat. So können wir unsere Erfahrungen alle gegenseitig austauschen … und irgendwie hat es auch etwas Befreiendes 🙂

Selbstverständlich möchte ich eure Fragen auch beantworten und deshalb fange ich heute damit an! Welche Krankenhäuser und Ärzte haben mich betreut und welche Erfahrungen habe ich mit ihnen gemacht?
Vorab eine kurze Bemerkung am Rande: Ich fange hier nicht damit an, diejenigen aufzuzählen, die mir Schmerztabletten und eine Psychotherapie verschrieben haben, ohne mir richtig zuzuhören! Das hat mir Null geholfen, und meinem Blutdruck würde es nicht guttun, darüber zu schreiben 😇

Wie ihr vielleicht schon wisst, wenn ihr meinen Blog schon ein bisschen durchstöbert habt, ist dies nicht nur für Menschen mit Reizdarm interessant. Auch für Menschen mit Hautproblemen oder anderen Beschwerden, die eng mit Ernährung, Verdauung und Darm zusammenhängen, kann sich ein Besuch bei diesen Ärzten lohnen.

Uniklinik Ulm

Ich komme aus einer Familie voller Schulmediziner und bin nach vielen Besuchen bei allen möglichen Ärzten für einen stationären Aufenthalt in der Uniklinik Ulm gelandet. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon mit meiner Ernährung herumexperimentiert und war mir relativ sicher, dass Gluten, Milch und Zucker mir nicht guttun.
Während meines Aufenthalts dort habe ich tausende Tests und Spiegelungen mitgemacht – nichts war wirklich auffällig. Unter anderem habe ich einer Kapseluntersuchung zugestimmt, bei der man eine Kamera schluckt und auf einem Gerät zusehen kann, wie sie tagelang durch den leeren Verdauungstrakt wandert. Danach war zwar klar, dass ich mich für das Thema Verdauung begeistern kann, aber woher die Schmerzen kamen, wussten wir immer noch nicht. Ich verließ das Krankenhaus mit der Diagnose „Gastritis“ und der Empfehlung, mich ganz normal zu ernähren.
Ich ging anschließend für 3 Monate ins Ausland und aß dort alles ohne Ausnahmen, genau so, wie es mir ja empfohlen worden war – mir ging es furchtbar! Meine Lymphknoten waren riesig, ich hatte Hitzewallungen, rasende Bauchschmerzen und furchtbare Blähungen. Das tägliche Sodbrennen war nichts im Vergleich zu den Einschränkungen, die mein unregelmäßiger Stuhlgang mit sich brachte. Auch mein Hormonsystem und mein Gewicht fuhren Achterbahn.

Ganzheitlicher Allgemeinmediziner

Durch eine glückliche Begegnung wurde mir ein Arzt in Würzburg empfohlen. Als ich ihn anschrieb, sendete er mir zur Erst-Anamnese einen Fragebogen per Mail zu. Dieser Fragebogen macht mich GLÜCKLICH! Es waren zwar einige hundert Fragen, aber es waren genau die richtigen.
Alle meine Symptome kamen irgendwo vor und als ich den Stift endlich hinlegte, hatte ich das Gefühl, zum ersten Mal ein vollständiges Abbild meiner gesundheitlichen Probleme vor mir liegen zu haben.
Noch besser wurde es bei meinem Ersttermin: der Arzt hatte meine Antworten wirklich gelesen und nahm sich Zeit. Zwar waren mir einige seiner Ansätze zu spirituell und der Spaß kostete mich meine kompletten Ersparnisse, aber meine Verzweiflung war einfach groß genug.
Wir testeten mich auf alle möglichen Stoffe und es wurden zahlreiche Sensibilität festgestellt: Gluten, Milch, Histamin und auch viele einzelne Lebensmittel, wie beispielsweise Himbeeren. Ich erstellte mir eine (sehr kurze) Liste der Lebensmittel, die ich vertrug und ernährte mich viele Monate ausschließlich davon. Ich war schwach, ständig krank und dünn. Mithilfe vieler homöopathischer Medikamente und Hausmittel schaffte ich es ohne schulmedizinische Medikamente durch diese Zeit und ganz, ganz langsam gingen meine Symptome zurück.

Ich denke, das reicht erst einmal für heute. Es gibt noch drei weitere Stationen, die ich bis heute durchlaufen und die mir wahnsinnig geholfen haben (Schmerztherapie, Heilpraktiker und Osteopath). Wenn es euch interessiert, schreibe ich einen zweiten Teil dieses Artikels und schildere diese Stationen.

Ich freue mich sehr über euer Feedback und bin froh, dass ihr eure Fragen an mich richtet

Ganz liebe Grüße aus Berlin, eure Anika 🌸

 

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  1. Pingback: An welche Ärzte kann ich mich mit meinem Reizdarm wenden? Teil II – Kamille und Krawall

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