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Was hilft bei Schmerzen?

Es gibt so viele Dinge, die wir längst wissen, aber nicht umsetzen. Theoretisch wusste ich schon immer, dass es mir gut tut mich zu bewegen, mehr Gemüse zu essen, mehr Wasser zu trinken und weniger Fernsehen zu schauen. Aber es ist menschlich, diese Dinge im Alltag zu vernachlässigen und sich für die einfachen, bequemen Möglichkeiten zu entscheiden.

Normalerweise schreibe ich immer darüber, wie man seinen Reizdarm heilen kann, aber was macht man eigentlich, wenn die Schmerzen da sind und der Zug zum Vorbeugen abgefahren ist?

Was mir gegen die Schmerzen hilft

Sei es Verstopfung, Sodbrennen, Durchfall, Übelkeit, Blähungen oder unerklärliche Bauchschmerzen. Es gibt ein paar Dinge, die mir fast immer helfen:

  • Beine gegen die Wand: Legt euch auf den Fußoden und lehnt die Beine senkrecht gegen die Wand. Die Haltung kenne ich aus dem Yoga, wo sie genutzt wird, um das Nervensystem zu beruhigen. Mir hilft das immer total. Atmet ein paar Mal tief durch die Nase ein und den Mund aus und versucht nicht, gegen den Schmerz anzukämpfen, sondern zu entspannen. Der Darm mag keinen Druck und die Schmerzen werden schnell besser, wenn ich mich entspanne.
  • Unendlichkeitsschleife: Legt euch auf den Rücken und beschreibt auf eurem Bauch mit wenig Druck eine Unendlichkeitsschleife, mit dem Nabel als Mittelpunkt. Achtet darauf, dass ihr an den Seiten eures Bauchs jeweils nach unten streicht.
  • Iberogast: Ist ein homöopathisches Mittel, das man in Form von Tropfen einnehmen kann. Es besteht aus zahlreichen Heilpflanzen – zum Beispiel Kümmel, Melisse, Pfefferminze und Angelikawurzel – und wirkt wahre Wunder. Hier könnt ihr ganz genau nachlesen, wie es wirkt. Es ist in jeder Apotheke ohne Rezept erhältlich. Ich habe wirklich immer eine große Flasche zu Hause oder dabei.
  • Wärmflasche: Wärme hilft mir immer, vor allem bei Blähungen. Allerdings lasse ich das Wasser nicht ganz zu Ende kochen, sondern fülle es schon bei circa 80 Grad in meine Wärmflasche. So verbrennt mein Bauch nicht 😉 und die Wärme tut gut.
  • Und natürlich Kamillentee: Kamille wirkt krampflösend, schmerzlindernd und entzündungshemmend und ist einfach mein absoluter Liebling ☺️

Was den Schmerzen gegen mich hilft

Genauso gibt es ein paar Dinge, die ich lange Zeit ausprobiert habe und die ich in meinem Umfeld immer wieder beobachte, die mir allerdings nie wirklich geholfen haben:

  • Einfach weitermachen: Der Körper will und braucht Aufmerksamkeit. Die Schmerzen zu ignorieren, macht es in der Regel nur schlimmer, auch wenn ich viele Ärzte hatte, die mir das ans Herz gelegt  haben.
  • Stress in jeglicher Form: „Ich habe jetzt keine Zeit dafür, ich muss noch dies, ich muss noch schnell das“. Hilft nicht. Macht eine Pause!
  • Panik: „Ich muss sofort zum Arzt. So schlimme Schmerzen machen bestimmt nur eine lebensbedrohliche, nicht bethandelbare Krankheit, an der ich in den nächsten 24h sterbe.“ Ich weiß, wie beängstigend Schmerzen sein können. Erkennt es euch an und versucht, zu entspannen.
  • Kurzatmigkeit: Achtet mal darauf. Ich kenne so viele Menschen, die den ganzen Tag nicht richtig ausatmen oder die Luft vor Konzentration anhalten!
  • Essen oder Trinken: Vor allem Milch oder kalte Getränke sind der absolute Killer. Das Magen-Darm System scheint gerade überfordert zu sein. Auch wenn Essen euch Sicherheit bringt, gebt ihm nicht noch mehr zu verdauen.
  • Magentabletten oder Schmerzmittel: Ich verspreche euch, es macht das Ganze auf lange Zeit schlimmer, nicht besser!

Wenn ihr auch Dinge gefunden habt, die eure Symptome besser/schlechter machen, teilt sie gerne in den Kommentaren – ich bin mir sicher, dass Menschen in ähnlichen Situationen sich sehr über Anhaltspunkte zum Ausprobieren freuen!

Ich wünsche euch eine gute Woche. Eure Anika ♥️

5 Kommentare

  1. esschenni sagt

    klasse Artikel! Auf Iberogast schwoere ich ebenfalls 🙂 gerade auf Reisen in Kontakt mit all den unbekannten Bakterien usw. habe ich immer eine Flasche dabei.

    Gefällt mir

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