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Welche Portionsgröße ist optimal?

Gestern habe ich einmal in Ruhe meinen Blog danach durchgesehen, über welche Themen ich bisher so geschrieben habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich größtenteils Dinge gewählt habe, die bei mir ganz gut funktionieren. Auch wenn es mir sehr gut geht und ich unglaublich glücklich darüber bin, wie meine Gesundheit sich in den letzten drei Jahren entwickelt hat, ist nicht alles perfekt. Ehrlich gesagt denke ich, dass ich immer ein sensibles Magen-Darm System haben werde. Deshalb werde ich mir immer ein bisschen extra Mühe  geben, um mich gesund und glücklich zu fühlen. Nach wie vor gibt es Momente, Tage, Phasen und Themen, mit denen ich mich schwer tue und an denen ich aktiv an mir arbeite.

Solange ich gesund esse, kann ich so viel essen, wie ich will

Ein solches Thema, mit dem ich regelmäßig aufs Neue ringe, ist die Menge an Lebensmitteln, die ich zu mir nehme. Auch wenn ich mich sehr gesund ernähre und ausschließlich Dinge esse, die mir gut tun, kann mein Magen-Darm System nur eine gewisse Menge auf einmal verdauen. Wenn ich Energy Balls, Guacamole und Banana Bread selbst mache, vertrage ich sie sehr gut, und sie sind vollgepackt mit Energie. Das ist super, und mein Körper freut sich darüber. Allerdings muss ich ihm die Zeit geben, diese Energie runter zubrechen und ordentlich zu verarbeiten.
Anders herum ist der Körper auf regelmäßige Energiezufuhr angewiesen, und zu lange Essenspausen lassen den Blutzucker in den Keller fallen und führen häufig zu Heißhungerattacken.

An besonders vollen Tagen oder besonders entspannten esse ich mehr, als mir gut tut oder lasse Mahlzeiten weg. Beides macht sich sofort bemerkbar. Ich habe vermehrt Blähungen, nehme zu, bin schlecht gelaunt und meine Verdauung wird unregelmäßig. Wie groß ist jetzt aber eigentlich genau die richtige Portion, die mein Magen-Darm System gut verdauen kann?

Was ist die richtige Portionsgröße?

Wie immer, ist die Antwort darauf: es kommt darauf an 🙂

Jeder Mensch braucht unterschiedlich viel Energie, um durch seinen Tag zu kommen. Das hängt nicht nur von seinem Stoffwechsel ab, sondern natürlich auch von seinem Lebensstil. Ein Bauarbeiter verbraucht mehr als ein Büroarbeiter. Allerdings gibt es ein paar Wege, um  sicherzustellen, dass du auf deinen Körper hören kannst und nur so viel isst, wie du wirklich brauchst. Ich klammere mich an folgende Hilfsmittel, wenn ich mal wieder gar nicht weiter weiß:

  • Hör auf, dich zu vergleichen. Ja, ich habe auch Freunde, die scheinbar alles essen können, was sie wollen. Ob das wirklich so ist, weiß ich nicht einmal, denn ich bin nicht 24/7 an ihrer Seite und beobachte, was sie essen. Und selbst wenn es so ist: was verändert das für mich? Gar nichts. Mir geht es am besten, wenn ich einfach esse, was mir gut tut, worauf ich Lust habe und bis ich satt bin.
  • Wo kommt das her? Bevor ich anfange zu essen, versuche ich den Weg vom Samen bis auf meinen Teller für die einzelnen Lebensmittel nach zu verfolgen. Meistens sind die Dinge monatelang gehegt und gepflegt worden und ich genieße sie mehr, wenn ich weiß, wie viel Mühe in ihnen steckt.
  • Entspann dich beim Essen. Ich kann es nur immer wieder sagen: Setz dich in Ruhe hin, leg dein Handy weg und atme einmal tief durch. Kau in Ruhe und schmeck, was du da eigentlich im Mund hast. Erst, wenn du dich auf dein Essen konzentrierst, kann dein Körper die Verdauung aktivieren. Wenn du im Stressmodus isst, befindet sich dein Blut und deine Konzentration im Hirn und dein Körper versteht nicht einmal, dass du isst – ganz zu schweigen von einem Sättigungsgefühl.
  • Reicht eine Portion? Ich wähle seit einiger Zeit einen relativ kleinen Teller (denn bei mir muss der Teller immer voll sein). Wenn er leer ist und ich mir noch etwas nachnehme, ist es ein Leichtes, kurz inne zu halten und zu überlegen, ob ich noch etwas haben möchte. Wenn dein Bauch sich angenehm gefüllt und warm anfühlt, ist es vielleicht nur noch Appetit?!
  • Trink genug Wasser. Wasserflasche auf den Schreibtisch, zwischen den Malzeiten so viel trinken, wie möglich. Ihr glaubt gar nicht, wie viele vor allem junge Menschen viel, viel, viel zu wenig trinken. Dabei ist es so wahnsinnig wichtig für die Verdauung (und für alles andere auch). Wenn es dir auch noch so schwer fällt: teste mal diese App. Ich habe das eine Zeit lang für ein Projekt ausprobiert und bemerkt, dass es mir wirklich geholfen hat.
  • Snacks. Wenn du in deinem Inneren ein kleiner Hamster bist wie ich, nimm dir einen Apfel für die Zeit zwischen Frühstück und Mittagessen und ein paar Karotten für die Zeit zwischen Mittagessen und Abendessen mit. Dein Blutzucker freut sich auch.
  • Vertrau dir. Wenn das nicht deine größte Stärke ist, sag es dir solange, bis du es glaubst: Ich vertraue mir, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich vertraue mir, alles zu tun, damit es mir gut geht.
  • Lass es los. Ja, es kommt vor, dass ich beim Adventskaffee plötzlich merke: Ups, ich habe alle „Anika-Kekse“ gegessen, die eigentlich für die ganze Vorweihnachtszeit hätten reichen sollen. Wenn dem so ist, versuche ich, es loszulassen. Morgen ist ein neuer Tag, jeder haut mal daneben und der Körper verzeiht einem so viel mehr, als man denkt. Macht weiter und schaut nach vorne – Schuldgefühle richten viel größeren Schaden an, als der übervolle Magen!

Ihr seht, es ist mindestens genauso wichtig WIE man isst, als WAS man isst.

Womit tut ihr euch schwer, und wovon könnt ihr die Finger einfach nicht lassen?

Ich hoffe, es hilft euch ein bisschen und ihr probiert es mal aus. Liebe Grüße – heute aus Hamburg. Eure Anika

 

 

 

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