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2018 lebe ich gesund. Vielleicht.

Herzlich Willkommen im Neuen Jahr, meine Lieben.
Wahnsinn, dass schon 2018 ist, oder? Ehrlich gesagt bin ich kein großer Fan von Neujahrsvorsätzen. Ich finde nicht, dass es einen besonderen Anlass, wie ein neues Jahr braucht, um etwas zu verändern. Für alle, die aber diese kleine psychische Unterstützung brauchen: der 01.01.2018 ist ein Montag. Das bedeutet: Neues Jahr, neuer Monat, neue Woche, mehr Neuanfang geht nicht.

Privat und beruflich ist das Thema „Veränderung“ in meinem Leben überall präsent. Ob Gesundheit, Wirtschaft oder Gesellschaft: anhaltende Veränderung ist häufig schwer für uns Menschen. Wenn ich mir eine Superkraft wünschen könnte, wäre es, mit dem Finger zu schnipsen und ein Verhaltensmuster oder eine Denkweise verändert sich augenblicklich ganz ohne Anstrengungen. NOCH kann ich das leider nicht, allerdings habe ich ein paar gute Tipps, falls 2018 dein „Jahr des gesunden Magen-Darm-Systems“ werden soll.

Die richtigen Ziele setzen

Ich finde, dass das Identifizieren und Formulieren der richtigen Ziele schon die halbe Miete ist. Es gibt ein Model, das sich GROW nennt (alternativ zu SMARTen Zielen).

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Jeder Buchstabe steht für einen englischen Begriff.

Goal – Ziel:
Gerade mit gesundheitlichen Zielen ist es schwer abzuschätzen, wie lange der 
Körper braucht, um eine Veränderung zu zeigen. Deshalb habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, Verhaltensziele zu setzen, auf die ich einen direkten Einfluss habe. Statt „Keine Bauchschmerzen mehr“ auf den Zettel zu schreiben, hilft es sehr, konkrete Maßnahmen, wie zum Beispiel „Ich mache jeden Tag vor dem Frühstück 30 Minuten Yoga“ oder „Ich trinke jeden Tag 2l Wasser“ zu formulieren. Diese Ziele sind super konkret, leicht umzusetzen, sehr gut überprüfbar und auf jeden Fall sehr hilfreich 🙂 Achte darauf, deine Ziele in der „Ich“ Perspektive und im Präsenz zu formulieren. So kannst du es, wie ein Mantra, immer wieder im Kopf wiederholen, bis du es verinnerlicht hast.

Reality – Wirklichkeit:
Auch wenn es absolut legitim ist nach den Sternen zu greifen, wirst du deine Zielstrebigkeit irgendwann verlieren, wenn sich nicht erste Erfolgserlebnisse einstellen. Deshalb ist es wichtig, sich realistische Ziele in einem realistischen Zeitrahmen zu stecken und keine Wunder zu erwarten.
Um bei dem Yogabeispiel zu bleiben: Wie sieht ein typischer Morgen aus? Hast du schon einmal morgens Yoga gemacht?  Wenn ja: was hat dir damals geholfen und was hat dich gehindert? Was erhoffst du dir davon, morgens Yoga zu machen und wann erwartest du erste Erfolge?

Options – Möglichkeiten:
Wenn du nur eine Möglichkeit hast, dein Ziel zu erreichen, wirst du einknicken, sobald diese Möglichkeit wegfällt. Wenn du allerdings drei Möglichkeiten hast, ist die Wahrscheinlichkeit, dass jeden Morgen eine dieser Möglichkeiten funktioniert, viel höher. Meldest du dich in einem Yogastudio an? Kaufst du dir eine Matte, um zu Hause Yoga zu machen? Verabredest du dich mit Freundinnen oder erstellst dir eine Liste mit Youtube-Videos zu Mitmachen? Stehst du morgens früher auf oder kannst du etwas später zur Arbeit/Uni etc. gehen? Was ist dein Plan: A, B und C?

Will – Wille:
Frag mindestens 3 Mal warum! Am Ende kommt wahrscheinlich ein Grundbedürfnis wie Sicherheit, Anerkennung, Wertschätzung, Zugehörigkeit, Beteiligung oder Selbstverwirklichung heraus. Stell dir eine Situation vor, in der dieses Bedürfnis schon einmal 100% befriedigt war und ruf dir die Situation jedes Mal ins Gedächtnis, wenn du am nächsten Morgen zum dritten Mal auf „Snooze“ drückst. Das könnte so aussehen:

Warum möchtest du jeden Morgen Yoga machen?
– Ich denke, dass ich dadurch entspannter durch den Tag gehen kann.
Warum möchtest du entspannter durch den Tag gehen?
– Entspannung hilft, meine Bauchschmerzen zu verbessern.
Warum möchtest du deine Bauchschmerzen verbessern?
– Weil sie mich verunsichern und manchmal auch ängstigen.
Du willst also morgens Yoga machen, um ein größeres Sicherheitsgefühl zu haben?

Und da haben wir auch schon das große Problem. Jetzt sind die Ziele schön formuliert und stehen gut verständlich und umsetzbar auf dem Papier. Nach einer Woche kommt die erste Erkältung oder eine stressige Arbeitswoche und alles ist plötzlich leichter gesagt als getan. (Ich liste euch ein paar Gesundheitsziele zur Inspiration auf und füge sie unter dem Beitrag ein.)

Ziele zum Leben erwecken

Nicht drüber nachdenken. Es steht in meinem Kalender, ich weiß warum ich es mache, ich habe Anfang des Jahres beschlossen mir Zeit dafür zu nehmen und muss es jetzt einfach nur noch machen. Manchmal hilft es, nicht darüber nachzudenken. Sobald Zweifel aufkommen und ich Ausreden in meinem Kopf höre, lege ich einfach los.

SharedImageCount-down. Wenn das Bett dann aber doch so bequem ist… Denk an einen Raketenstart oder an ein Autorennen oder an Silvester oder irgendeinen anderen Countdown, der dir hilft. Zähl laut von 10 rückwärts und bei 0 stehst du auf, gehst aus dem Haus oder was auch immer es braucht. Klingt komisch, aber wirkt Wunder.

Partner. Such dir jemanden, der es mit dir macht. Wenn das nicht geht, such dir jemanden, der deine Ziele kennt und dir in den Hintern tritt oder dich abends fragt, ob du es gemacht hast.

Gib nicht auf. Wenn du es einmal nicht geschafft hast, mach dir keine Vorwürfe. Es ist nie zu spät und dein Ziel wird nicht unerreichbar, weil du es einen Tag nicht erfüllst.

Ich habe meine Ziele schon gemeinsam mit meiner Schwester formuliert – auch das ein oder andere Gesundheitsziel. Meine Gesundheit genießt zwar schon viel Aufmerksamkeit in meinem Leben, allerdings gibt es immer noch mehr zu lernen und zu entdecken!
Was kommt dieses Jahr auf eure Liste? Habt ihr bestimmte Gesundheitsthemen, denen ihr euch dieses Jahr widmen wollt?

Ich freue mich wie immer sehr über eure Rückmeldungen ❤ Eure Anika

—–

Inspiration für Gesundheitziele:

– Ich lerne jede Woche etwas Neues zum Thema „Gesundheit“. Leseliste
– Ich trinke jeden Tag 1,5l Wasser. (Circa 30ml pro Körpergewicht)
– Ich ersetze Kristallzucker durch Honig, Ahornsirup oder Früchte.
– Ich spreche wertschätzend über mich selbst.
– Ich koche mindestens ¾ meiner Mahlzeiten selbst.
– Ich ersetze Alkohol, Kaffee und Säfte durch Wasser und Tee.
– Ich lese das Etikett aller Produkte, die ich kaufe.
– Ich esse jeden Tag grünes Gemüse.
– Ich schlafe jede Nacht 8 Stunden lang.
– Ich benutze meine elektronischen Geräte nur zwischen 8 und 20 Uhr.
– Ich mache 3 Mal wöchentlich 30 Minuten Yoga.
– Ich meditiere 3 Mal wöchentlich 15 Minuten lang.
– Ich frühstücke jeden Morgen.

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