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Warum Schlafen so wichtig ist und wie es gelingt

Wie viele Stunden schläfst du eigentlich jede Nacht? Jede Nacht mindestens 8 Stunden? Unter der Woche nur 6, aber am Wochenende deutlich mehr? Oder ist es schwer zu sagen, weil du allgemein viel wach liegst und aufwachst?
Wie lange musst du schlafen, um wirklich erholt aufzuwachen? Wann war das letzte Mal, dass du gut geschlafen hast?
Und wann gehst du eigentlich so ins Bett? Um 23 Uhr? Nach Mitternacht?

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das viele Menschen bewegt: Schlaf. ✨🌜
Auch wenn ich nie auffällige Schlafprobleme hatte, hat sich für meine Gesundheit vieles zum Positiven gewendet, nachdem ich angefangen hatte, lange genug und erholsam zu schlafen. Früh genug ins Bett zu gehen, war am Anfang gar nicht so leicht. Erst als ich verstanden hatte, warum Schlaf so wichtig ist, konnte ich die Motivation finden, um meine Gewohnheiten umzustellen – früh genug den Stift hinzulegen, zur Ruhe zu finden, ins Bett zu gehen, früh aufzustehen.

Deshalb möchte ich erst einmal erklären, warum Schlaf so wichtig ist. Anschließend will ich die Auswirkungen aufschreiben, die ein gesunder Schlaf auf meinen Reizdarm hat, und letztendlich, was ich getan habe, um besser zu schlafen.

Also – los gehts.

 

Warum ist Schlaf wichtig und wie hängt es mit dem Darm zusammen?

Unser Biorhythmus regelt Puls, Körpertemperatur und Atmung, Hormone, Immunsystem und sogar die Vervielfältigung unserer DNA – und natürlich auch unsere Verdauung und Entgiftung über das Magen-Darm System, Leber und Niere.

Unser Biorhthymus ist eng an die Hell- und Dunkelzeiten orientiert; das Hormon „Melatonin“ spielt eine wesentliche Rolle bei der Einleitung der einzelnen Phasen. Es wird nur bei Dunkelheit ausgeschüttet und macht uns müde – etwas, das heutzutage schon fast ein Schimpfwort ist. Niemand möchte müde sein! Aber warum ist Schlaf eigentlich lebensnotwendig?

  • Schlaf repariert den Körper. Zellen im Skelett und Knochen werden ungefähr alle 10 Jahre erneuert. Die Erneuerung in Muskeln und Organen findet alle 2-4 Jahre statt und 1 Milliarden Hautzellen werden täglich erneuert. Wenn wir schlafen, werden Proteine produziert, die neue Zellen bauen und alte reparieren. Das macht nicht nur schöne Haut, sondern stärkt unser Immunsystem und gibt uns in jeder Hinsicht neue Kraft.
    Außerdem wird im Schlaf unser Blutdruck reguliert und mindert unser Stressempfinden für den kommenden Tag.
  • Schlaf reguliert die Hormone. Wer nicht ausreichend schläft, riskiert ein Hormon- Ungleichgewicht. Dies führt beispielsweise zu schlechter Laune und im schlimmsten Fall zu Depressionen und Angstzuständen. Schlaf balanciert beispielsweise Hormone, die deinen Appetit regulieren und Langzeitstresshormone, die unter anderem dazu führen können, dass Fett angesetzt wird, wenn sie in uns den „Notstand“ ausrufen. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass du besonders hungrig, schlecht gelaunt und reizbar bist, wenn du ein JetLag hast oder abends lange feiern warst?
Und genau das sind auch die Gründe, warum mir Schlafen mit meinem Reizdarm geholfen hat. Reparierte Zellen, ein gestärktes Immunsystem, ausgeglichene Hormone, Stressabbau – all das ist ein Segen für das Magen-Darm-System!

Warum viele Menschen schlecht schlafen und was man tun kann

Ja okay, ich kann ab jetzt jede Nacht 8 Stunden schlafen, aber wenn das so einfach wäre, würde ich es ja tun. WIE bekomme ich es hin, 8 Stunden zu schlafen – das ist doch die Frage.

  • Licht aus! Das wichtigste Schlafhormon Melatonin hilft einzuschlafen und bis zum Morgen nicht wieder aufzuwachen. Helles Licht hemmt die Melatonin Produktion, einfach, weil wir dazu gemacht sind, mit dem Lauf der Sonne ins Bett zu gehen und aufzustehen. Wenn wir uns abends zu lange in hellem Licht befinden – besonders das von elektronischen Geräten wie Laptops, Fernseher oder Handys – produzieren wir zu wenig Melatonin.
    Also: mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen alle Elektronik aus und möglichst gemütliches, indirektes Licht an. Ich verspreche euch, es ist richtig schwer in den Alltag zu implementieren, aber es wirkt Wunder beim Ein- und Durchschlafen! Fangt mit 15 Minuten an und tastet euch an die Stunde heran. Es hilft überhaupt, keine Elektronik im Schlafzimmer zu haben, sondern einen analogen Wecker zu kaufen und den TV ins Wohnzimmer zu stellen.
  • Rhythmus. Um den Bioryhtmus und damit die Melatonin-Produktion anzuregen, hilft es sehr, immer um die gleiche Uhrzeit aufzustehen und ins Bett zu gehen. Wenn der Melatonin-Spiegel nur langsam steigt und sinkt, ist es nicht nur schwierig einzuschlafen, sondern auch sehr schwierig aufzustehen.
    Sonnenlicht hilft. Wer sich angewöhnt, morgens nach dem Aufstehen raus zu gehen – beispielsweise um Sport zu machen – braucht sicher keinen Kaffee, um wach zu werden. Das Melatonin wird durch das Tageslicht sofort abgebaut. Wenn du dir das nicht vorstellen kannst: es hilft auch, die Vorhänge zurück zu ziehen und die Sonne ins Zimmer zu lassen.
  • Ernährung! Alkohol, Kaffee und koffeinhaltige Getränke stimulieren unser Blutgefäß- und Nervensystem und hindern uns daran, zur Ruhe zu kommen.
    Aber auch Kohlenhydrate und Zucker lassen den Blutzucker noch einmal in die Höhe schießen und halten uns wach. Wenn ihr häufig nach dem Abendessen noch Hunger auf Süßes habt, versucht eine gesunde Proteinquelle in euer Abendessen einzubinden, wie beispielsweise Schalenfrüchte, Fisch, Nüsse, Keimlinge, Eier, Buchweizen, Quinoa, Hanf oder Chiasamen.
    Letztendlich ist es für mich auch super wichtig, dem Magen-Darm-System abends nur noch leicht Verdauliches zu geben – also kein rohes Obst oder Gemüse und nur kleine Portionen.
    Ein schönes Curry mit Erdnuss, eine Suppe, Ofengemüse mit Hummus oder Chili mit Kidneybohnen stoppt den Süßhunger und macht ein warmes Gefühl im Bauch!
  • Ruhe! Viele Menschen sind entweder gedanklich, emotional oder körperlich einfach noch zu aufgewühlt, um abends zur Ruhe zu kommen. Um nicht wach zu liegen und auch nicht aus Albträumen hochzuschrecken, hilft am allerbesten Kamillentee! Er beruhigt das Nervensystem und hilft beim Loslassen.
    Alternativ helfen mir sehr gut: ein warmes Bad/warme Dusche, Beine gegen die Wand stellen (habe ich hier schon einmal beschrieben), keinen Sport mehr machen, sondern lieber eine entspannte Runde Yoga und mit einem Buch ins Bett kuscheln.
  • Magnesium, Kerzen und Lavendel. Hilft 😌

 

Welche Erfahrungen machst du mit Schlaf?
Wie immer freue ich mich sehr über eure Erfahrungen und Rückmeldungen.

Ganz liebe Grüße aus Berlin! Eure Anika 🌻

 

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