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Ist mein Darm gesund?

Anika, denkst du mein Darm ist vielleicht auch nicht ganz gesund?
Wenn mir jemand diese Frage schon stellt, ist die Antwort meistens: Das kann gut sein.

Interessanterweise sind mit jeder Besserung meines Darms auch eine ganze Reihe anderer Symptome bei mir verschwunden oder haben sich deutlich verbessert. Dies kommt einerseits dadurch, dass eine allgemein gesunde Lebensweise natürlich auch positive Auswirkungen auf die ganze Gesundheit hat. Andererseits übernimmt der Darm so viele zentrale Funktionen und ist so gut mit allen anderen Systemen vernetzt, dass viel Gutes von da aus auf die anderen Systeme wirken kann.

In diesem Beitrag habe ich euch einfach einmal alle Symptome gesammelt, die sich für mich verändert haben, als ich mein Leben auf „Darmfreundlichkeit“ umgestellt habe. Ich finde, es macht sehr schön deutlich, dass es sich für uns alle lohnt, auf unsere Darmgesundheit acht zu geben.

Was kann gute Darmgesundheit alles verbessern?

Fangen wir mit den offensichtlichen Dingen an:

  • Blähungen. Wahrscheinlich das Zeichen eines kränkelnden Darms das mir am  meisten begegnet – z.B. auf Social Media und in meinem Umfeld. Es ist nicht normal, jeden Abend zwei Hosennummern größer zu benötigen als morgens. Ich war die Queen of Blähungen, glaubt’s mir und sie sind 6 aus 7 Tagen verschwunden!
  • Verstopfung. Durch eine Trägheit des Darm oder durch Probleme bei der Ausscheidung, ist der Stuhlgang zu lange unterwegs. Durch die richtige Ernährung, Massagen und Hocken statt Sitzen beim Klogang, habe ich meine Verstopfungen wirklich zu 100% in den Griff bekommen.
  • Durchfall. Durch vermehrtes Wasser im Darm (beispielsweise als Folge einer Entzündung) oder verbliebene Stoffe aus der Nahrung, wird der Stuhl verdünnt. Optimal ist es eigentlich, 1 Mal am Tag auf die Toilette zu gehen.
  • Sodbrennen
  • Bauchschmerzen
  • Völlegefühl

Dinge die wir vielleicht nicht direkt damit verbinden:

  • Gewicht. Alles im Körper ist miteinander verbunden. Neuste Forschung ergibt beispielsweise, dass Darmbakterien einen wesentlichen Einfluss auf unser Gewicht haben. Es braucht also ein gesundes Verdauungssystem, um ein gesundes Gewicht zu erreichen. So war es auch bei mir! Auch viele mit dem Gewicht zusammenhängende Themen wie Heißhunger/Blutzucker oder Trägheit, stehen mit der Darmgesundheit in Verbindung. SharedImage
  • Müdigkeit. Verdauung kostet unglaublich viel Energie. Wenn wir krank sind, haben wir häufig keinen Hunger, weil der Körper sich die Energie lieber fürs Gesundwerden spart. Läuft bei der Verdauung etwas nicht rund, benötigen wir noch mehr Energie für den Prozess und sie fehlt uns anderswo.
  • Haut. Den Zusammenhang zwischen Haut und Darm, habe ich hier ganz genau erklärt. Grob gesagt, greift der Körper zur Entgiftung auf die Haut zurück, wenn unsere anderen Organe damit überfordert sind.
  • Hormone. Das Darm- und das Hormonsystem hängen aus unzählige Arten wechselseitig miteinander zusammen. Hormone unterstützen Darmfunktionen und anders herum werden viele Gewebshormone (z.B. Histamin und Serotonin) in Gewebszellen, wie in der Darmwand, gebildet.
  • Immunsystem. Wer ständig krank ist, sollte seinen Darm auf jeden Fall einmal näher betrachten. Es gibt inzwischen zahlreiche Nachweise, dass eine gestörte Darmflora oder ein Leaky Gut dem Immunsystem deutlich zusetzen. Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.
  • Allergien.

Wie finde ich raus, ob das wirklich der Grund ist?

Es gibt einen einfach Weg herauszufinden, ob der unterliegende Grund für deine gesundheitlichen Beschwerden – egal welche der oben aufgezählten – wirklich deine Darmgesundheit ist oder ob ein gesünderer Darm wenigstens dazu beiträgt, dass die Beschwerden sich verbessern: Testphasen.

Man kann einfach testweise den Darm entlasten und schauen, ob sich etwas verändert. Die deutlichsten Ergebnisse sollten bringen:

  • Stressminderung durch weniger Elektroniknutzung
  • Gluten für 3-4 Wochen durch glutenfreies Getreide wie Reis, Buchweizen, Hafer oder Hirse ersetzen
  • Stressige Workouts durch Yoga ersetzten
  • Milch für 3-4 Wochen mit Kokosmilch und wenigen Nüssen ersetzten
  • Regelmäßige Pausen machen zum Spazierengehen, Beine hochstellen oder Muskelentspannung
  • Zucker für 3-4 Wochen durch wenig natürliche Süßungsmittel wie Honig, Datteln oder Kokoszucker ersetzten
  • Alle Getränke mit Wasser und Kräutertee ersetzten

Interessieren dich bestimmte Symptome näher oder du hast irgendwelche Anmerkungen/Fragen? Wenn ja, kannst du entweder unter den Artikel kommentieren, oder mir einfach eine E-Mail schreiben.

Liebe Grüße aus dem sonnigen Berlin, Anika

 

5 Kommentare

  1. Oh, ein sehr interessanter Blog! Habe ihn gerade zufällig gefunden. Ich interessiere mich auch sehr für das Thema Darm und wie er alles andere im Körper beeinflusst. Ich bin gespannt, was ich beim Stöbern auf deiner Seite noch so finde. Das mit dem Zucker weglassen versuche ich bereits schon – finde es aber sehr schwer, durchzuhalten.

    Viele Grüße

    Gefällt 1 Person

  2. Die Symptome entstehen oft, weil sich Menschen zu „gesund“ ernähren. Wer sich hauptsächlich pflanzlich ernährt, lebt zwar gesund, aber im Magen-Darm-Bereich entstehen eben Blähungen und Winde usw. und meistens ist der Bauch dadurch gewölbt. Damit muss man leben als Vegetarier oder Veganer. Das hätte dir aber auch jeder Arzt auf den ersten Blick sagen können. Es gibt aber auch Tabletten, die die Luft im Magen auflösen wie etwa das bekannte „Lefax“. Aber dann nimmst du wieder Chemie zu dir und die gehört wohl auch zu deinem Feindbild 😉

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