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Was sind gesunde Fette und warum sind sie gesund?

Bevor ich anfange, etwas zum eigentlichen Thema zu schreiben, möchte ich allen, die mir in den letzte Tagen und Wochen geschrieben haben – ob auf Instagram, Facebook, per Mail oder in den Kommentaren – danke für eure Offenheit und euren Kampfgeist sagen. Ihr motiviert mich sehr, meinen gesunden Lebensstil aufrecht zu erhalten, erinnert mich daran, wie gut es mir geht und ermutigt mich weiterzugeben, was ich gelernt habe.

Jetzt zu den fettigen Sachen dieses Beitrags 🙂

Wie wir fast alle schon einmal gehört haben, gibt es gesunde und ungesunde Fette. Ich hatte zwar immer ein vages Verständnis davon, dass Pommes und Donuts ungesund sind, habe allerdings jahrelang fettreduzierte Produkte gekauft – vor allem Tierprodukte, Knabbersachen und Gebäck. Es fing in der Pubertät an, in der ich allgemein ein kompliziertes Verhältnis zu Essen, meinem Körper und speziell meinem
Gewicht hatte.Bildschirmfoto 2018-03-12 um 14.08.00
Heute kommt es mir wahnsinnig vor, einen Nährstoff kategorisch auszuschließen. Aber erst als ich verstanden habe, wie wichtig Fette für meinen Körper sind, dass mein Körper nicht alle Fette selbst bilden kann und auf die Aufnahme von außen angewiesen ist und, dass Lebensmittelfett ÜBERHAUPT NICHT das gleiche ist wie Körperfett, habe ich angefangen, wieder mehr Fette in meine Ernährung mit aufzunehmen.

Welche Fette sind gesund?

Fette sind aus Fettsäuren zusammen gesetzt, von denen es drei übergeordnete Gruppen gibt, die eine besonders große Rolle für unsere Gesundheit spielen:
1. Gesättigte Fettsäuren – zum Beispiel in Kokosnuss
2. Einfach ungesättigte Fettsäuren zum Beispiel in Avocado, Macadamias und Olivenöl.
3. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren zum Beispiel in vielen Nüssen oder Samen (Omega 6) und Fisch oder Leinsamen (Omega 3).

Die Unterscheidung hat etwas mit den Doppelbindungen zwischen ihren Kohlenstoffverbindungen zu tun, aber das würde hier zu weit führen. Wie manche von euch vielleicht noch aus der Schule wissen, gelten ungesättigte Fettsäuren als die „guten Fette“ und gesättigte Fettsäuren als die „schlechten Fette“, weil sie den Cholesterinspiegel hochtreiben. Aber Kokosnuss steht bei „gesättigt“ und ist doch eigentlich so gesund, oder?!

Kokosnuss eine mittelkettige Fettsäure, vollgepackt mit Mineral- und Ballaststoffen und deshalb total gesund, ja! Es ist also Bildschirmfoto 2018-03-12 um 14.08.23wie immer nicht so schwarz-weiß, wie es auf den ersten Blick aussieht. Eigentlich braucht der Körper alles, nur eben in Maßen, in Ruhe und ohne schlechtes Gewissen.
Dabei können wir Fett nicht losgelöst betrachten! Fleisch und Schmalz sind voller gesättigter Fettsäuren und Sonnenblumenöl voll ungesättigter. Beides nehme ich nicht zu mir, weil sie Transfette enthalten, die in den meisten Fällen durch die Verarbeitung entstehen – aber das steht in einem anderen Kapitel. Fakt ist: unser Körper braucht Fette um gut zu funktionieren!

Wofür braucht der Körper Fette?

  1. Vitamine. Habt ihr schonmal gehört, dass man beispielsweise mit Karotten immer etwas fettiges essen soll? Das liegt daran, dass wir Fette brauchen, um Vitamine aufzunehmen.
  2. Blutzucker. Wer sich an meinen Blutzucker Post erinnert, weiß vielleicht noch, dass Lebensmittel mit einem hohen Fettanteil den geringsten Glykämischen Index haben – sie lassen den Blutzucker also nur gering und langsam über den Normalwert steigen. Es entsteht kein Unterzucker, wir bekommen keinen Bildschirmfoto 2018-03-12 um 14.14.40Heißhunger, haben keine für den Darm anstrengende Fressattacke – juhu!
  3. Hirn. 60% unseres Hirns besteht aus Fett – vor Allem Omega 3 Fettsäuren. Essen wir zu wenig, steigt das Risiko für Depressionen und Panikattacken. Essen wir genug, erhöhen wir unsere Wohlbefinden, unsere Lernfähigkeit und unser Erinnerungsvermögen! Es ist allerdings fast noch wichtiger, welche Fette wir essen als wie viel. (Quelle: Dr. Mark Hyman)
  4. Hormone. Fett reguliert die Produktion von Sexualhormonen wie Testosteron und Östrogen und ist wesentlicher Bestandteil vieler Hormone und anderer Körperzellen.
  5. Gewicht. Wenn wir keine Fette zu uns nehmen – die größten Energielieferanten,die es gibt – stellt unser Körper auf Sparflamme um Kräfte zu sparen und Dürreperioden vorzubeugen. Dann ist es nicht nur schwer Gewicht zu verlieren, sondern beispielsweise auch schwierig schwanger zu werden. Mehr Infos dazu

Die obigen fünf Punkte sind nur eine Auswahl – es gibt außerdem Studien zu Herzgesundheit, Blutdruck, Immunsystem, Schutz der Organe, Körpertemperatur und vieles mehr.

Diese Fette tun mir und meinem Darm gut

  • Olivenöl. Selbst während meiner 15-Lebensmittel-Ernährungs Phase  stand Olivenöl immer auf meinem Ernährungsplan.
  • Kokosöl. Wo soll ich anfangen…ob zum Backen, Kochen, für trockene Haut oder zum Abschminken: ich benutzte Kokosöl einfach für alles und meine Gesundheit liebt es!
  • Samen. Vor allem Leinsamen, Chiasamen, Kürbiskerne, Sesam/Tahin und Hanfsamen sind einfach toll, weil in ihnen jede Menge Ballaststoffe stecken und sie relativ wenige Kohlenhydrate haben – und dann sind sie auch noch so unglaublich wandelbar.
  • Eier. Besonders das Eigelb ist voller Omega 3, Vitaminen und Eiweiß. Obwohl ich mich weitestgehend pflanzlich ernähre, sind Eier fester Bestandteil meiner Ernährung und für mich absolut darmfreundlich.
  • Fisch. Ich esse sehr selten Fisch, aber, wie oben schon erwähnt, Fisch ist so reich an Omega 3 Fettsäuren, dass ich versuche, einmal im Monat qualitativ hochwertigen Fisch, meist Lachs, mit einzubinden.
  • Nüsse. Es gab eine lange Zeit, in der ich Nüsse leider nicht essen konnte, weil ich Probleme mit Histamin hatte. Inzwischen funktioniert es ziemlich gut mit mir und den Nüssen, allerdings esse ich sie mit Bedacht.
  • Avocados. Genau das gleiche wie bei Nüsse 🙂 Geht immer besser.

Also, lasst uns diesen Low Fat Quatsch beenden und unsere Magen-Darm Maschinen gut von innen fetten. Für mich wären all die gesunden Fette nicht mehr wegzudenken. Auch wenn es schwer auf einzelne Nährstoffe zurück zu verfolgen ist, bin ich mir sehr sicher, dass meine Gesundheit einen großen Satz nach vorne gemacht hat, als ich angefangen habe, Fette wieder in meine Ernährung aufzunehmen.

Ich wünsch euch was und freue mich wie immer auf eure Anregungen.
Fette Grüße aus Berlin, Anika

6 Kommentare

    • Das freut mich 😊 Ja, immer schwer zu sagen mit welchem Hintergrund solche Trends losgetreten werden… fest steht: wir können ganz bewusste, gesunde Entscheidungen treffen 😊 Danke fürs Lesen!

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  1. Kann ich so nur unterschreiben 👍 Für viele Menschen ist es leider eben einfacher, kategorisch eine Nahrungsmittelgruppe abzulehnen, um ein Ziel zu verfolgen, statt ein wenig Zeit in gute Recherche zu investieren. Ich selbst versuche auch, vorwiegend gute Fette aufzunehmen und ich denke, damit auf jeden Fall einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. 😊

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    • Ja, ich denke auch, dass es sich lohnt wieder mehr Interesse am eigenen Körper und seinen Vorgängen zu entwickeln – auch wenn es Zeit kostet. Sobald man Verantwortung für seine Gesundheit übernimmt, wird das leichter. Wie schön, dass du für dich schon entdeckt hast, was gut funktioniert und meinen Blog trotzdem liest ☺️ Ich sende dir liebe Grüße💕

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