Alle, Allgemein, Alltag, Reizdarm
Hinterlasse einen Kommentar

Gesund, schön, perfekt

Jeder möchte sich gesund ernähren. Dabei scheint „gesund“ zwar für jeden etwas Anderes zu bedeuten, aber es scheint auch immer damit zusammenzuhängen, sich einerseits gut zu fühlen (beispielsweise genug Energie zu haben oder eine regelmäßige Verdauung) und andererseits gut auszusehen (beispielsweise eine gesunde Haut zu haben oder ein gutes Gewicht).

Schönheitsideal oder Gesundheitsideal

Dabei ist der Unterscheid zwischen „gesund fühlen“ und „gesund aussehen“ ein großer. Besonders da unsere Definition eines schönen Körpers häufig gar nicht gesund ist. Wie in den vergangenen Jahren zur Genüge thematisiert wurde, sind die meisten Schönheits- und Gesundheitsideale, die uns beispielsweise in den Medien gezeigt werden, gar kein Optimum für Gesundheit! Im Gegenteil. Die meisten Vorbilder, die mit „Gesundheit“ assoziiert werden, sind super dünne, durchtrainierte SportlerInnen oder irgendwelche Smoothie-schlürfenden Schönheiten. Dabei hängt unser Schönheitsideal gegebenenfalls gar nicht mit dem Körpergefühl zusammen, das wir uns erträumen.

Heute möchte ich euch einladen, euch über die folgenden drei Dinge einmal Gedanken zu machen, weil sie mir einen Perspektivwechsel gebracht haben, der meiner Gesundheit sehr gut getan hat!

  1. Was ist gesund für mich?
    Am Ende des Tages ist Gesundsein Glücksein für mich. Das bin ich am ehesten, wenn ich schmerzfrei bin, mich leicht, sauber, sicher, wach und beweglich fühle. Ich bin jahrelang in dem Glauben herumgelaufen, dass ich so glücklich sein werde, wie die lachende Frau in der Werbung, wenn ich so schlank bin wie sie. Lasst euch nicht verarschen. Das stimmt hinten und vorne nicht!

    Wie fühlt sich gesund sein für dich an und wie sieht es aus?

  2. Essen um gesund zu sein, nicht um schön zu sein.
    Habt ihr auch mal die Erfahrung gemacht, dass man manche Dinge im Leben loslassen muss, damit sie Platz haben zu einem zu kommen? So ist das mit dem Schönsein glaube ich auch. Wenn man sich ehrlich, wahrlich darauf konzentriert sein Leben darauf auszurichten, gesund zu sein, dann ergeben sich andere Dinge daraus. Auch wenn ich keinen wissenschaftlichen Beweis habe, würde ich beide Beine dafür ins Feuer legen, dass Menschen, die wirklich gesund leben, automatisch besser aussehen. Wenn Gesundsein bedeutet, dass man sich leicht und beweglich fühlt, zieht man sich höchstwahrscheinlich keine Wienerschnitzel mit Pommes rein… es macht also selbst aus einer Schönheitsperspektive Sinn, sich von „schön“ abzuwenden und alle Segel Richtung „gesund“ zu stellen!

    Mit welchem Ziel isst du? Soll es dich irgendwie befriedigen, nur satt machen, gesund machen, schlank machen…?

  3. Schönheitsideal überprüfen.
    Ganz ehrlich, ich glaube mein Schönheitsideal ist ehrlich gesagt viel zu dünn. Auch wenn es in meinem Kopf im Bikini richtig gut aussieht, würde es wahrscheinlich bei der ersten Krankheit verhungern.
    – „Gut, dann ist es halt mega sportlich und stark und nicht einfach nur dünn“
    Dieses Ideal müsste locker 6 Mal die Woche Sport machen und sich 
    ausschließlich von Gemüse und Hühnchen ernähren. Das klingt nicht sehr gesund und auch wenn es schwer fällt es aufzugeben, macht es doch nur unzufrieden, etwas hinterherzulaufen, was niemals ins eigene Leben reinpassen wird.

    Ist das Schönheitsbild, das du dir erträumst, überhaupt gesund?

Unendliche Selbstverbesserung

Noch ein paar allgemeine Gedanken zum Thema Gesundheits- und Schönheitsideale zum Schluss:

Ja, meiner Gesundheit tut es gut, wenn ich mich häufiger mal frage: ist es gesund (wir bleiben wieder bei meiner Definition von Gesundheit) ohne Helm Fahrrad zu fahren, das zu essen, heute zum Sport zu gehen, meinen Kalender so zu füllen usw.?

Und trotzdem… Ich verspreche euch, man wird nicht glücklicher, wenn man näher an seinem eigenen Ideal dran lebt.  Unendliche Selbstverbesserung führt nicht zu Glück und erst Recht nicht zu Gesundheit sondern eher zu Stress und wie die Karotte am Stiel zu Frustration. Gesundheit ist auch ein Geisteszustand, zu dem man sich entscheiden kann. Jetzt gleich. Genau so wie du gerade da sitzt oder stehst und diese Zeilen liest.
Dich selbst gern zu haben, so zu akzeptieren wie du bist und dein eigener „partner in crime“ zu werden, ist das Gesündeste, was du tun kannst!

Gesundheit ist also nicht nur ein Ziel, sondern kann auch schon der Weg sein.

In diesem Sinne euch allen einen gesunden Start in die Arbeitswoche. Ich freue mich über eure Erfahrungen und Gedanken zu dem Thema.

Ganz liebe Grüße, eure Anika

PS: Wenn ihr jetzt neugierig seid, wie ich aussehe: ein Platz für den Workshop kommenden Montag ist noch frei 😉 Und es wird noch viel spannendere Dinge zu entdecken geben, das verspreche ich euch!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s