Letzte Beiträge

Brokkoli Pizza

Ihr Lieben, es ist gerade etwas ruhiger hier auf dem Blog.
Zum Einen habe ich viel Arbeit. Das ist toll und macht Spaß, aber ich merke auch wie sehr es mir fehlt kreativ zu kochen, zu fotografieren und zu schreiben.
Andererseits ist gerade Sommer hier in Berlin und ich verbringe jede freie Minute draußen in der schönen Sonne.

Ich denke viel darüber nach, wie die Themen des Blogs diejenigen Leute erreichen (und ihnen wirklich weiterhelfen) können, die danach suchen. Nach dem Workshop gibt es jetzt ein Picknick im kleinen Kreis und ich überlege, wie ich weitere Workshops veranstalten kann – mit weniger Aufwand. Wenn ihr konkrete Wünsche und Ideen habt, wie ihr die Inhalte des Blogs gerne sehen/erfahren/lesen (/…) wollt, sagt Bescheid.

Jetzt wünsche ich euch erstmal ganz viel Spaß mit meiner Brokkoli Pizza. Sie ist perfekt für Netflix Abende, sag‘ ich euch!

Ganz liebe Grüße wie immer aus Berlin.

Eure Anika


1 große Brokkoli Pizza

Zutaten

  • 150g Brokkoli
  • 2 Eier
  • 1 EL Leinsamenmehl
  • 50g glutenfreie Mehlmischung (alternativ: Buchweizenmehl)
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL Basilikum
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Brokkoli in einer Küchenmaschine zu Brokkolireis verarbeiten und mit einem großen Messer sehr, sehr fein hacken.
  3. Eier in einer großen Schüssel verquirlen und mit Brokkolireis, Mehl und Gewürzen zu einem Teig verarbeiten.
  4. Mit den Händen auf einem Backblech zu einem dünnen Pizzateig formen und für circa 15min ausbacken. Anschließend belegen und noch einmal für 10min backen.
    Schmeckt am besten mit Tomatensoße oder Pesto, viel Gemüse und frischem Rucola (nach dem Backen).
    Achtet darauf, dass ihr nur wenig Tomatensoße auf den Teig gebt, sonst verlängert sich die Backzeit deutlich oder der Pizzateig weicht durch.

Fluffiges Kümmel-Brot

Dass Kümmel ein gutes Bauchgefühl macht, wissen wir alle. Meine Mama hat mir dieses fantastische Kümmel Brot gebacken, als ich das letzte Mal bei ihr war. Obwohl es erst wenige Wochen her ist, habe ich es seit dem schon zwei Mal nachgebacken und sogar mein Freund isst es lieber mit, als sich sein eigenes Brot zu kaufen. Aber seht selbst, was sie zu dem Brot schreibt.

Viel Spaß und danke Mama 😊


Für Anika  habe ich ein Brot gebacken, das sich schnell und ohne lange Ruhe- oder Gehzeiten des Teigs vorbereiten lässt und dabei sehr fluffig wird. Es schmeckt auf jeden Fall nach Kümmel! Wer das nicht ganz so mag, kann ganz leicht durch eine Mengenverschiebung, hin zu mehr Koriander oder durch das Hinzufügen getrockneter Kräuter, den Geschmack variieren. Eurer Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt 😌 Viel Spaß!

Zutaten

  • 250g Buchweizenmehl
  • 150g REWE glutenfreie Mehlmischung
  • 50g Reismehl
  • 50g Amaranth, gepufft
  • 1Päckchen Weinstein Backpulver
  • 1TL Kümmel, gemahlen
  • 1TL Koriander, gemahlen
  • 1TL Salz
  • 100g Nüsse, grob gehackt (am besten finde ich Para-, Hasel- und Pekanüsse)
  • 1EL Leinsamen, geschrotet
  • 1EL Flohsamenschalen
  • 700ml kohlensäurehaltiges Mineralwasser

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 175 Grad Celsius Umluft vorheizen.
  2. Mehle, Amaranth, Backpulver, Kümmel, Koriander, Leinsamen, Flohsamenschalen und gehackte Nüsse in einer großen Schüssel miteinander verrühren.
  3. Dann das Mineralwasser hinzugeben. Manchmal braucht es etwas mehr, manchmal etwas weniger. Der Teig sollte sich beim Rühren (mit den Rührhaken oder Löffel) vom Rand der Schüssel abheben.
  4. Eine Kastenform mit etwas Olivenöl einpinseln und den Teig einfüllen.
  5. Einen kleinen Becher mit Wasser neben die Form in den heißen Ofen stellen. Die Backzeit beträgt etwa eine Stunde (55-65min).
    Abkühlen lassen und genießen!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Frühstückstorte mit Karotte und Aprikosen

Ich weiß… es wäre eigentlich wieder Zeit für einen Nicht-Rezept Beitrag, aber ich habe noch soooo viele Rezepte, die darauf warten geteilt zu werden und die so teilenswert sind! Diese Frühstückstorte beispielsweise habe ich schon letzte Woche für meine liebe Kollegin zum Geburtstag gebacken (vielleicht habt ihr sie schon auf Instagram entdeckt).

Sie hat eine tolle Konsistenz, obwohl das bei veganem Kuchen, die auch zucker- und glutenfrei sind, meist nicht der Fall ist. Man kann damit häufig keine Torten machen, weil die untere Etage die obere nicht hält. Und ich liiiiebe es Torten zu backen! Damit fing meine Liebe zum Kochen an 😍

Der Kuchen macht satt, weil viele Haferflocken enthalten sind, liegt aber gar nicht schwer im Magen und schmeckt durch die Creme auch im Sommer gut!

Viel Spaß beim Backen ihr Lieben.

Ich sende euch ganz viele Grüße aus Berlin,

eure Anika


Zutaten

Kuchen

  • 450g Pfirsich
  • 50ml Orangensaft
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Ingwer, fein gerieben
  • 3 EL Kokoszucker
  • 75ml Kokosmilch
  • 100g glutunfreier Mehlmix (zB. Reismehl und etwas Kartoffelmehl)
  • 250g glutenfreie Haferflocken
  • 1 TL Backpulver
  • 200g geriebene Karotten
  • 50g gehackte Walnüsse

Füllung

  • 75g gegangen Mandelfrischkäse
  • 100g Kokosjoghurt
  • 1 EL Mandelmus
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 tsp gemahlene Vanille
  • 1 TL + 1 TL Guakernmehl
  • Spritzer Zitrone

Zubereitung

  1. Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Haferflocken in einer Küchenmaschine fein verarbeiten (alternativ: Hafermehl kaufen).
  3. Pfirsiche mit Orangensaft und Ahornsirup pürieren. Davon 200ml für die Füllung auf die Seite stellen.
  4. In einer großen Schüssel die restlichen 250ml pürierten Pfirsich mit Zimt, Ingwer, Kokosmilch und Kokoszucker vermischen. Nach und nach Mehl, verarbeitete Haferflocken und Backpulver unterrühren, bis ein homogener Teig entsteht.
  5. Geriebene Karotten und gehackte Walnüsse unterheben.
  6. Den Teig in eine eingefettete Ø18cm Springform und eine eingefettete Ø10cm Springform aufteilen und circa 30min ausbacken. Stäbchenprobe machen!
  7. Währenddessen alle Zutaten für die Füllung miteinander vermischen. Unter ¾ der Füllung den restlichen Pfirsichmus und 1TL Guakernmehl extra mischen.
  8. Den abgekühlten Kuchen aufschneiden, mit der Pfirsich Füllung bestreichen und außen mit der pfirsichlosen Füllung bestreichen.
    Zum Verzieren habe ich Nüsse. Früchte, Karotten und essbare Blumen benutzt. Tobt euch aus!

 

Asiatische Nudeln mit Gemüse und Erdnuss Sauce

Puh, sagt mal, ist das Wetter auch so stickig bei euch? Ich habe heute Mittag ein veganes Chili gegessen und mir danach schwitzend und mit schniefender Nase geschworen, irgendetwas Kaltes zum Abendbrot zu machen. Da mein Bauch abends Rohes nicht gut verdauen kann, ist es allerdings gar nicht so leicht etwas Leckeres, Kaltes zu finden, das auch satt macht. Mein asiatisches Nudelsalat-Gericht, dass ich hier für euch aufschreibe, ist dafür genau richtig. Es enthält Buchweizen Nudeln, jede Menge gedünstetes Gemüse – ist also sättigend und liegt trotzdem leicht im Bauch – und schmeckt kalt genauso gut wie warm!

Dieses Rezept ist auch Teil der Felicia Bio Kooperation, von der ich euch schon im letzten Spaghetti Post berichtet habe. Ich mag die Buchweizen Spaghetti fast noch mehr, als die Vollkorn-Reis Spaghetti, einfach weil Buchweizen so ein Superfood ist. Obwohl es „Weizen“ im Namen trägt, gehört es gar nicht zu den Getreiden, sondern ist ein Knöterichgewächs, so wie beispielsweise auch Sauerampfer. Dadurch ist es selbstverständlich glutenfrei.

Außerdem enthält es recht viel Eiweiß und einen Stoff namens Chiro-Inositol, der den Blutzuckerspiegel reguliert. Es wird gegen Bluthochdruck und Krampfadern empfohlen, reguliert den Cholesterinspiegel und unterstützt die Leber bei ihren Entgiftungsfunktionen. Und das ist erst der Anfang der ganzen Gesundheitsvorteile von Buchweizen…

Wenn ihr noch mehr Überzeugungsarbeit braucht: ich habe das Rezept für meine Familie gemacht und nicht nur unserem Hund, den ihr im Bild seht, hat es sehr gut geschmeckt 😎

Ich freue mich auf eure Rückmeldungen zum Rezept und hoffe ihr genießt die Sonne in vollen Zügen. Liebe Grüße aus Berlin, Anika 💕


Zutaten

4 Portionen, 30min

  • 250g Felicia Bio Buchweizen Spaghetti
  • 4 Karotten
  • 200g Edamame (alternativ: Erbsen)
  • 1 Zucchini
  • 1 Bund Spargel
  • 200g Zuckerschoten
  • 5 große Champignons
  • 1 Mango
  • 1/2 Bund Koriander (alternativ: glatte Petersilie)

Sauce:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 3cm Ingwer
  • 1/2 Zitrone (Saft)
  • 2 EL Erdnussmus
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL Sesamöl
  • 2 EL Honig
  • Etwas Chili
  • 50g Erdnüsse
  • 20g Sesam

Zubereitung

  1. Felicia Bio Buchweizen Spaghetti nach Packungsanleitung in reichlich Salzwasser kochen.
  2. Karotten, Spargel, Champignons und Zuckerschoten waschen und alles fein kleinschneiden. Die Zucchini waschen und mit einem Spiralizer zu Zucchetti verarbeiten.
  3. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und zuerst die Karotten und den Spargel für circa 4 Minuten anbraten.
  4. Dann die Champignons und Zuckerschoten hinzugeben und weitere 3 Minuten weich braten.
  5. Anschließend auch die Edamame und Zucchini hinzugeben und für weitere 2 Minuten mit braten.
  6. Mango schälen, kleinschneiden und untermischen. Petersilie hacken und auch untermischen.
  7. Für die Sauce alle Zutaten außer den Ernüssen und dem Sesamöl in einem Mixer pürieren.
  8. Nudeln abgießen, in einer großen Schüssel mit Gemüse, Mango, Koriander und Sauce vermischen.

Ein kranker Bauch macht Angst

Heute möchte ich über ein sensibles Thema schreiben, dass sehr eng mit meinem Reizdarm einhergeht, auf den ersten Blick aber gar nicht offensichtlich scheint: die Angst. Dabei ist die Verbindung zwischen Darm und Angst sowohl logisch als auch biologisch gut nachvollziehbar.

Die Angst im Bauch

Wahrscheinlich sind viele von euch damit vertraut, dass ein gut funktionierendes Verdauungssystem eng mit einer gesunden Psyche zusammenhängt. Stress, „schlägt auf den Magen“, an belastenden Dingen „habe ich zu knabbern“, wenn mich starke Emotionen übermannen, habe ich beispielsweise „Wut im Bauch“ und wenn ich verliebt bin, kann ich nichts essen, weil ich „Schmetterlinge im Bauch“ habe. Die deutsche Sprache illustriert die Verbindung zwischen dem Nervensystem im Bauch und dem im Hirn sehr schön. Wie ich schon in früheren Blogartikel geschrieben habe, ist es nicht so, dass das Hirn den Darm befiehlt, sondern, dass beide Nervensystem interagieren. Immer mehr Studien belegen den Zusammenhang zwischen Depressionen, ADHS oder eben auch Angststörungen, wenn mit dem Darm etwas nicht stimmt.

…und in Gesellschaft

Aber auch abgesehen davon, bringt ein kranker Darm viele Angstfaktoren mit sich. Zu der Zeit, als ich nur alle 14 Tage auf die Toilette gehen konnte, war es zum Beispiel mein persönlicher Albtraum, dass Leute denken könnten, ich wäre schwanger. Ich kaufte formende Unterwäsche, macht Diäten, ging nicht mehr schwimmen und zwang mich in viel zu enge Kleidung, um meinen Bauch zu verbergen. Ich erinnere mich lebhaft an ein Meeting mit meinem Chef, vor dem ich regelrecht Panikanfälle hatte, weil mein Bauch auf das vielfache seiner normalen Größe angeschwollen war. Das ganze Meeting über versuchte ich meine Angst zu beruhigen und meinen Bauch einzuziehen, statt mich zu konzentrieren.

Noch schlimmer war es zu der Zeit, in der ich jeden Tag vielfach auf die Toilette rannte. Der Tisch im Restaurant, der uns zugeteilt wurde, war ewig weit von der Toilette weg oder noch schlimmer: Ich hatte eine ganze Stunde Busfahrt, Autofahrt mit blablacar oder S-Bahn Fahrt vor mir.

Aber auch die anderen Symptome haben brachten immer viele Ängst mit sich. „Werde ich irgendwann gar keine Freunde haben, wenn ich so häufig kurzfristig absage? Was, wenn ich plötzlich pupsen muss? Ist es allen zu kompliziert, mit mir etwas zu unternehmen? Schämen sich grad alle, weil ich mal wieder eine Extrawurst bestelle?“
Irgendwann wurde es sogar schwer abends alleine nach Hause zu gehen, weil eine Stimme in meinem Kopf sagte „du könntest mit den Schmerzen nicht mal wegrennen“.

Die Angst abschütteln

Ich könnte ewig weitermachen. Eins steht fest: Angst ist ein ziemlich fieser Begleiter. Während der Zeit, als sie in meinem Leben sehr präsent war, musste ich häufig an ein Kinderbuch denken. Die Autorin beschreibt und illustriert die Angst wie einen Klammeraffen, der sich von hinten an den Nacken der Hauptfigur des Buchs klammert. Anfangs ist die Angst schwarz, groß und haarig. Sie ist schwer und flüstert dem Kind ständig Warnungen ins Ohr. So sehr das Mädchen auch versucht die Angst abzuschütteln, sie bleibt ihr im Nacken sitzen. Erst am Ende versteht das Mädchen, dass die Angst wichtig ist und es gut mit ihr meint. Als sie die Angst anhört, statt sie abzuschütteln und ihren Rat dankbar annimmt oder ablehnt, verwandelt sich das dunkle Ungetüm auf ihrem Rücken in einen weißen Freund, der an der Hand neben ihr hergeht. Er ist jetzt zwar noch ihr Begleiter, aber beschützt sie mehr, als sie einzuschränken.

Wenn es doch nur so einfach wäre! Auch wenn es sicher erstrebenswert ist, die Angst nicht einfach wegzudrücken, sondern sie unkompliziert anzunehmen, war es damit für mich leider nicht getan. So richtig verschwand die Angst erst, als mein Darm gesund wurde. Heute fühle ich mich selbstbewusster, mutiger und angstfreier denn je in meinem Erwachsenenleben. Trotzdem gab es etwas, das mir immer sehr geholfen hat – und zwar weg von dem klassischen gesund schlafen, gesund essen, keinen Stress etc.

Ich bin nicht meine Gedanken.

Eine Freundin zeigte mir einmal ein Interview mit dem Gründer der Meditations-App Headspace, Andy Puddicombe und er sagte diesen einen Satz, der in meinem Kopf nachklang: Du bist nicht deine Gedanken. Auch wenn ich es anfangs sehr schwer zu greifen fand, empfinde ich die Vorstellung, dass es unter dem ganzen Chaos aus Gedanken, Emotionen und Handlungen noch etwas anderes gibt, das mich ausmacht, sehr beruhigend. Auch wenn ich dieses etwas nicht genau definieren kann, hilft es mir Abstand vom Chaos zu nehmen und es unbeteiligt zu beobachten. Mich in dieses Etwas zurück zu ziehen und eine Pause zu machen. Ich kann die Verantwortung abgeben und ganz plötzlich wird es so viel einfacher, große Ängste zu relativieren. Sie weder zu ignorieren noch größer zu machen, als sie eigentlich sind.

Als ich das für mich fassen konnte, habe ich jedes Mal, wenn ich in der Bahn saß, gedanklich diesen Raum betreten. Ich denke, was ich damit sagen will: Es braucht keine aktive Anstrengung um Ängste loszuwerden. Ich finde im Gegenteil, je mehr ich es versucht habe, desto schwieriger wurde es. Wer das gerne üben will, empfehle ich kleine Atem Meditationen zu üben.

Mir lag es nie im Blut, aber als ich es einmal ein paar Tage gemacht hatte, wurde es leichter und ich kam mir nicht mehr albern vor. Und dann irgendwann vor einem guten Jahr wachte ich auch und stellte überrascht fest, dass meine Angst schon lange verschwunden war, ohne dass ich es gemerkt hatte. Ich habe mich fast ein bisschen einsam gefühlt, aber warum man sich auch im Traurigen, Ängstlichen, Negativen wohlfühlen kann, steht auf einem anderen Blatt.

Bis dahin wünsche ich euch ein wunderschönes Wochenende und sende euch wie immer liebe Grüße aus Berlin. Eure Anika ❤️

PS: Für alle die gefragt haben. In den kommenden Tagen werden die Rezepte für Brot, Birchermüsli, Brokkoli Pizza und Co. online gehen 🙂 Ich habe sie nicht vergessen!

Foto by Albert Scheid

Vanille Creme mit gebackenem Rhababer

Entschuldigung an alle, die ich auf dieses Rezept habe warten lassen. Irgendwie war ich nicht glücklich mit dem Foto und habe insgeheim die ganze Zeit gehofft, dass ich es schaffe die Creme noch einmal zu machen und schöner abzufotografieren. Aber dank Jennis Kommentar unter dem letzten Post konnte die kleine Perfektionistin in mir besiegt werden ♘🛡⚔️ Danke dafür 💕

Hier jetzt also ganz schmucklos und unspektakulär mein Rhabarber Creme Rezept. Es hätte verdient schon viel früher online zu gehen, weil es wirklich super lecker ist! Ganz leicht und passend zur Frühlings- und Sommerzeit. Diesmal habe ich auch meine lieben Workshop Teilnehmer, denen es genauso gut geschmeckt hat wie mir und komme mir nicht komisch vor, meine eigenen Rezepte zu loben 🤓 Ich hoffe euch geht es gut und ihr habt eine schöne Woche mit so viel Sonne wie hier bei uns in Berlin.

Ganz liebe Grüße!

Eure Anika


6 Portionen, 20min

Zutaten

Gebackene Früchte

  • 200g dünne Rhabarberstängel
  • 120g Erdbeeren
  • 1EL Kokosblütenzucker
  • 1TL Vanille
  • Saft 1 Orange
  • Prise Salz

Vanille Creme

  • 200g Mandelfrischkäse
  • 200g Kokosjoghurt
  • 50g Mandelmus
  • 3 EL Honig
  • 1 TL Vanille

Zum Verzieren: Orangenschale, frische Erdbeere, geröstete Mandelsplitter oder Minze

Zubereitung

  1. Ofen auf 180 °C vorheizen. Rhabarber waschen, abtrocknen, am Stamm schälen und in circa 3cm lange Stücke schneiden. Erdbeeren waschen, das Grün entfernen und halbieren.
  2. In einer Backform Rhabarber, Erdbeeren, Orangensaft, Kokosblütenzucker, Vanille und Salz vermischen. Alles für 15-20min in den Ofen stellen, ohne zwischendurch zu rühren.
  3. Die Früchte abkühlen lassen.
  4. Mandelfrischkäse, Kokosjoghurt, Mandelmus, Honig und Vanille pürieren.
  5. Einen Löffel Creme in ein Glas füllen, Saft der gebackenen Früchte darüber geben. Mit einem zweiten Löffel Creme bedecken und mit gebackenen Früchten belegen.
    Zum Verzieren die Schale einer Orange abreiben, ein paar frische Erdbeeren kleinschneiden, Mandelstifte darüber streuen oder etwas frische Minze oben auf legen.
    Tipp: Wenn die Creme sehr flüssig ist, einfach vor dem Servieren in den Kühlschrank stellen!

Grüne und gelbe Wraps

Eines der Dinge die ich am Anfang meiner ganzen Umstellungen am meisten vermisst habe, waren Wraps und andere gefüllte Teigtaschen. Diese Curry Wraps sind vor einiger Zeit bei meinem gescheiterten Versuch entstanden Naan Brot zu machen. Seit dem ich sie entdeckt habe mache ich das Rezept ständig in allen möglichen Variationen. Neben Curry finde ich sie auch als Kräuterpfannkuchen super lecker. So gab es sie auch beim Workshop.

Was vermisst ihr bei eurem gewählten Ernährungsstil manchmal?

Ich schreibe euch hier beide Rezepte auf, sowohl das für die Curry Wraps als auch für die Kräuter Wraps. Zutaten und Vorgehensweise ist allerdings ziemlich gleich. Viel Spaß beim Rühren, Backen, Füllen und Essen wünsche ich euch!

Liebe Grüße,

eure Anika

P1170292Jeweils 2 Wraps, 20min

Zutaten

Curry Wraps:

  • 300g Buchweizenmehl
  • 1/2 TL Kurkuma, 1/2 TL Curry
  • Salz, Pfeffer
  • 400ml Wasser

Kräuter Wraps:

  • 300g Buchweizenmehl
  • 100g frische Kräuter (Petersilie, Koriander, Schnittlauch)
  • Salz, Pfeffer
  • 400 ml Wasser

Zubereitung

Curry Wraps:

  1. Mehl und Gewürze in eine große Schüssel geben.
  2. Das Wasser nach und nach mit einem Schneebesen unterrühren.
  3. Einen Schluck Olivenöl in einer gut beschichteten Pfann erhitzen und Wraps von beiden Seiten jeweils 2-3min darin ausbacken.
    Ich esse sie am liebsten warm mit möglichst viel Füllung. Zum Beispiel Spargel, Tomaten und Kichererbsen aus dem Ofen, dazu etwas frischen Spinat und Avocado 👌🏼

Kräuter Wraps:

  1. Die frischen Kräuter waschen und mit Stiel, Salz und Pfeffer und Wasser im Mixer fein verarbeiten.
  2. Das Mehl in eine große Schüssel geben und das Kräuterwasser nach und nach mit einem Schneebesen unterrühen.
  3. Einen Schluck Olivenöl in einer gut beschichteten Pfann erhitzen und Pfannkuchen von beiden Seiten jeweils 2-3min darin ausbacken.
    Ich esse sie am liebsten warm mit möglichst viel Füllung. Zum Beispiel Spargel, Tomaten und Kichererbsen aus dem Ofen, dazu etwas frischen Spinat und Avocado 👌🏼

 

Aus dem Rhythmus

Die letzten Wochen waren ziemlich voll gepackt und obwohl ich fast ausschließlich Dinge gemacht habe, die ich leidenschaftlich gerne tue und liebe, saß ich doch schon um 6 Uhr oder noch um 22 Uhr am Laptop. Essen wurde hektischer, Bewegung schneller, der Kontakt zu anderen Menschen und mir selbst flüchtiger.

Die logische Konsequenz folgte vor zwei Wochen eigentlich sofort: ich aß zu viel, mein Bauch war abends aufgebläht und ich hatte dubiose Entzündungen in der Oberlippe und der Nase.

Warum schreibe ich das? Weil ich mich selbst immer wieder daran erinnern muss, dass ich auf diesem Blog keine altklugen Darmweisheiten oder fundierte medizinische Erkenntnisse zum Besten geben will, sondern weil ich mit euch teilen möchte, wie ich mit den Herausforderungen meines Reizdarms umgehe und meine Symptome immer weiter kuriere.

Wie ich zurück finde

Nach einer mehr als einer 6 monatigen Phase der totalen Symptomfreiheit, habe ich mich dafür geschämt, dass es meinem Bauch nicht so gut ging und mich deshalb nicht getraut einen Blogpost hochzuladen – vielleicht habt ihr die Pause vor den Workshop Rezepte bemerkt.  Was sollte ich schreiben? Wäre es nicht geheuchelt Tipps zu geben, während es mir selbst nicht optimal ging?
Erst als ich letzten Donnerstag ein bisschen zur Ruhe kam, wurde mir klar, dass ich alles in meiner Werkzeugkiste habe, was ich brauche, um wieder in meinen gesunden Alltag zurück zu finden und meine Werkzeugkiste nach wie vor absolut teilenswert ist, egal wie gut ich sie gerade anwende.

Dieses Umdenken hat alle Freundlichkeit mir selbst gegenüber hergegeben, die ich brauchte, um den Freitagmorgen so anzufangen, wie ich gelernt habe, dass es mir hilft: mit Kamillentee, einer kleinen Runde Yoga und einer kurzen Stille vor dem Frühstück. Freitag habe ich meine Pausen mit „Beine an die Wand stellen“ wieder aufgenommen und am Samstag war ich mit meiner Familie lange spazieren – ohne Handy.

Ich glaube nicht, dass ich in den (wenn’s gut läuft noch) 60 Jahren meines restlichen Lebens nicht mal einen Monat dazwischen haben werde, wo sich alles ballt und meine Welt sich ein bisschen schneller dreht, als mein Darm verkraften kann. Und das darf auch so kommen. Wichtig ist, dass ich in diesen Phasen nach bestem Wissen und Gewissen für mich sorge, keine Schuldgefühle habe und danach wieder in meinen Rhythmus zurück finde.

Wie das geht habe ich gelernt und Kamille und Krawall ist dazu da, diese Erfahrungen auch Anderen zugänglich zu machen.

Perspektive

Diese Negativspirale (Stress –> Darm geht schlecht –> Schuldgefühle –> mehr Stress) hat allerdings noch eine zweite Dimension, und das ist die eigene Perspektive auf die Situation selbst. Wir wissen alle, je nachdem worauf wir uns konzentrieren, können die gleichen Umstände wunderschön oder apokalyptisch wirken.

Als ich mich bei dem Workshop mit einer Teilnehmerin unterhalten habe, die an einem schwierigen Punkt ihrer Reise steht, konnte ich meine eigenen vergangene Herausforderungen und Symptome so deutlich vor mir sehen.
Plötzlich wurde mir klar, dass es viele Jahre gab, in denen ich ungesunde Portionsgrößen, abendliche Blähungen und kleine Entzündungen in der Nase nur zu gerne gegen die Viezahl an wirklich komplexen und schwerwiegenden Symptomen eingetauscht hätte, die damals meinen normalen Alltag zu einer riesen Herausforderung haben werden lassen.

Meine harte Selbstverurteilung hilft mir nicht und ist auch gar nicht angemessen. Ich bin schon total weit gekommen✌🏼 Was hilft sind positive Gedanken, Gefühle, Ruhe und Durchatmen.
In diesem Sinne wünsche ich euch, dass ihr euch eine Minute nehmen könnt eure Perspektive zu überprüfen und gegebenenfalls ein bisschen gerade zu rücken.

Eure Anika