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Aus dem Rhythmus

Die letzten Wochen waren ziemlich voll gepackt und obwohl ich fast ausschließlich Dinge gemacht habe, die ich leidenschaftlich gerne tue und liebe, saß ich doch schon um 6 Uhr oder noch um 22 Uhr am Laptop. Essen wurde hektischer, Bewegung schneller, der Kontakt zu anderen Menschen und mir selbst flüchtiger.

Die logische Konsequenz folgte vor zwei Wochen eigentlich sofort: ich aß zu viel, mein Bauch war abends aufgebläht und ich hatte dubiose Entzündungen in der Oberlippe und der Nase.

Warum schreibe ich das? Weil ich mich selbst immer wieder daran erinnern muss, dass ich auf diesem Blog keine altklugen Darmweisheiten oder fundierte medizinische Erkenntnisse zum Besten geben will, sondern weil ich mit euch teilen möchte, wie ich mit den Herausforderungen meines Reizdarms umgehe und meine Symptome immer weiter kuriere.

Wie ich zurück finde

Nach einer mehr als einer 6 monatigen Phase der totalen Symptomfreiheit, habe ich mich dafür geschämt, dass es meinem Bauch nicht so gut ging und mich deshalb nicht getraut einen Blogpost hochzuladen – vielleicht habt ihr die Pause vor den Workshop Rezepte bemerkt.  Was sollte ich schreiben? Wäre es nicht geheuchelt Tipps zu geben, während es mir selbst nicht optimal ging?
Erst als ich letzten Donnerstag ein bisschen zur Ruhe kam, wurde mir klar, dass ich alles in meiner Werkzeugkiste habe, was ich brauche, um wieder in meinen gesunden Alltag zurück zu finden und meine Werkzeugkiste nach wie vor absolut teilenswert ist, egal wie gut ich sie gerade anwende.

Dieses Umdenken hat alle Freundlichkeit mir selbst gegenüber hergegeben, die ich brauchte, um den Freitagmorgen so anzufangen, wie ich gelernt habe, dass es mir hilft: mit Kamillentee, einer kleinen Runde Yoga und einer kurzen Stille vor dem Frühstück. Freitag habe ich meine Pausen mit „Beine an die Wand stellen“ wieder aufgenommen und am Samstag war ich mit meiner Familie lange spazieren – ohne Handy.

Ich glaube nicht, dass ich in den (wenn’s gut läuft noch) 60 Jahren meines restlichen Lebens nicht mal einen Monat dazwischen haben werde, wo sich alles ballt und meine Welt sich ein bisschen schneller dreht, als mein Darm verkraften kann. Und das darf auch so kommen. Wichtig ist, dass ich in diesen Phasen nach bestem Wissen und Gewissen für mich sorge, keine Schuldgefühle habe und danach wieder in meinen Rhythmus zurück finde.

Wie das geht habe ich gelernt und Kamille und Krawall ist dazu da, diese Erfahrungen auch Anderen zugänglich zu machen.

Perspektive

Diese Negativspirale (Stress –> Darm geht schlecht –> Schuldgefühle –> mehr Stress) hat allerdings noch eine zweite Dimension, und das ist die eigene Perspektive auf die Situation selbst. Wir wissen alle, je nachdem worauf wir uns konzentrieren, können die gleichen Umstände wunderschön oder apokalyptisch wirken.

Als ich mich bei dem Workshop mit einer Teilnehmerin unterhalten habe, die an einem schwierigen Punkt ihrer Reise steht, konnte ich meine eigenen vergangene Herausforderungen und Symptome so deutlich vor mir sehen.
Plötzlich wurde mir klar, dass es viele Jahre gab, in denen ich ungesunde Portionsgrößen, abendliche Blähungen und kleine Entzündungen in der Nase nur zu gerne gegen die Viezahl an wirklich komplexen und schwerwiegenden Symptomen eingetauscht hätte, die damals meinen normalen Alltag zu einer riesen Herausforderung haben werden lassen.

Meine harte Selbstverurteilung hilft mir nicht und ist auch gar nicht angemessen. Ich bin schon total weit gekommen✌🏼 Was hilft sind positive Gedanken, Gefühle, Ruhe und Durchatmen.
In diesem Sinne wünsche ich euch, dass ihr euch eine Minute nehmen könnt eure Perspektive zu überprüfen und gegebenenfalls ein bisschen gerade zu rücken.

Eure Anika

 

Nudelsalat mit Tomaten und Spinat

Manchmal geht irgendwo eine Tür auf, wenn man es am wenigsten erwartet – oder ein Fenster 😉

Nachdem mein Blog erst wenige Monate alt war, bekam ich Anfragen von kleinen Firmen, die mir Kooperationen anbaten. Auch wenn ich mich immer wie Bolle über das Interesse an einer Zusammenarbeit freute, waren die Produkte „nicht mein Ding“. Ich würde sie selbst nicht benutzen, sie enthielten künstliche Zusatzstoffe oder waren auf eine andere Art und Weise nicht darmfreundlich.

Als im April eine Mail von Felicia in mein Postfach geflattert kam, habe ich ein wahres Freudentänzchen aufgeführt. Die liebe Christine suchte im Namen von EcoUnited – der Dachmarke von Felicia – nach Kooperationspartnern, die ihre Produkte testen und gegebenenfalls weiterempfehlen. Felicia ist ein italienischer Familienbetrieb, der ausschließlich – mit von Natur aus glutenfreien Lebensmitteln – Nudeln herstellt und, wie ihr wahrscheinlich schon mitbekommen habt, LIIIIIEBE ich Nudeln einfach.

Als ich damals auf „darmfreundlich“ umstellte, dachte ich, ich wäre für immer dazu verdammt, Zucchetti zu essen. Als eine nette Verkäuferin im Bioladen mich irgendwann auf Felicia Nudeln aufmerksam machte, konnte ich mein Glück kaum fassen und kaufte prompt das halbe Regal leer. Felicia hat nicht nur super leckere und gesunde Pasta aus Buchweizen oder Vollkorn Reis, sondern beispielsweise auch Lasagne Nudeln, dreifarbige Fussili oder 4-Korn Pasta. Und das beste an der ganzen Sache: die Nudeln sind alle Bio! Ich bin richtig glücklich, dass meine allererste Kooperation gleich mit  einem tollen Produkt, das ich euch wirklich wärmsten Herzens empfehlen kann, stattfindet.

Hier seht ihr, was noch alles in dem riesigen Probierpaket von Felicia bei mir ankam. Ich werde in den nächsten Wochen noch ein paar weitere Rezepte hochladen – habt ihr an irgendeiner Sorte Nudeln besonderes Interesse?

Ich hoffe, ihr habt eine gute Woche und sende euch ganz liebe Grüße.

Eure Anika  💕


Zutaten

  • 250g Felicia Bio Reis-Vollkorn Spaghetti
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 100g getrocknete Tomaten
  • 50g Sonnenblumenkerne
  • 150g frischer Baby-Spinat
  • 150g Cherry Tomaten
  • 20g frische Basilikumblätter
  • 1 EL getrocknete Kräuter (ich mag am liebsten: Rosmarin, Chili, Salbei, Thymian,  Basilikum, Majoran und Oregano)
  • Prise Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Knoblauchzehen schälen, halbieren und in eine Schüssel geben. Die getrockneten Tomaten in Streifen schneiden und hinzugeben. Knoblauch, getrocknete Tomaten, getrocknete Kräuter  und Pfeffer mit Olivenöl übergießen und circa 15 Minuten ziehen lassen. Anschließend den Knoblauch entfernen.
  2. Spaghetti nach Packungsanleitung in reichlich kochendem Wasser für circa 8 Minuten bissfest kochen. Mehrmals umrühren, damit sie nicht aneinander kleben. Nudeln abgießen.
  3. Das Olivenöl und die getrockneten Tomaten unter die Spaghetti rühren und alles mindestens 1h abkühlen lassen.
  4. Cherry Tomaten halbieren, Basilikum und Baby-Spinat waschen. Alles unter die Nudeln mischen und Sonnenblumenkerne darüber streuen.

Gefüllte Datteln

Wo ich wohne, ist gleich um die Ecke zweimal die Woche ein Markt, auf dem unter anderem eine ältere Dame türkische Lebensmittel verkauft. Die vielen Pasten, Brote und eingelegten Gemüsesorten habe ich bisher noch nicht probiert, allerdings gibt es eine große Sammlung an Nüssen, Trockenfrüchten und gefüllten Datteln. Seit ich sie einmal probiert habe, kann ich an den gefüllten Datteln nicht mehr vorbei gehen. Obwohl nur ein paar klein gehackte Pistazien in die süße Trockenfrucht gedrückt werden, schmecken sie einfach köstlich!

Für meinen Workshop wollte ich ein Gefüllte-Datteln-Rezept zusammenstellen, das nicht so schwer, aber ein echtes Geschmackserlebnis für Genießer (wie mich) ist. Für mich passen Orange und Vanille sehr gut zu Datteln und Pistazien und der Kokosjoghurt nimmt dem Ganzen seine Schwere. Und Schwups war diese Erfindung schon beim ersten Versuch ein voller Erfolg. Ich habe sie sicherheitshalber noch zweimal vor dem Workshop „getestet“ 😄. Einfach weil sie sooooo lecker sind. Gebt ihnen eine Chance – ihr werdet es nicht bereuen!

Frohes Genießen und ganz liebe Grüße aus der Sonne.

Eure Anika


5 Stück, 15min

Zutaten

  • 1 EL Kokosöl
  • 1/2 TL Kakaopulver
  • 2 x 1/2 TL Honig (alternativ: Ahornsirup)
  • 20 g Pistazien
  • 1/2 TL Orangenschale
  • 1 TL Orangensaft
  • 1/2 TL Vanille
  • Prise Salz
  • 5 Medjool-Datteln
  • 1 EL Kokosjoghurt

 Zubereitung

  1. Pistazien in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
  2. Das Kokosöl schmelzen und mit Kakaopulver und 1/2 TL Honig vermischen, sodass eine Schokoladensoße entsteht. Abkühlen lassen.
  3. Die gerösteten Pistazien klein hacken und mit Orangenschale, 1/2 TL Honig, Orangensaft Vanille und Salz vermischen.
  4. Medjool-Datteln in der Mitte längs einschneiden, den Kern entfernen und den Deckel abziehen.
  5. Zuerst Kokosjoghurt, dann die Pistazienmischung in die Datteln füllen. Mit etwas Schokoladen beträufeln und mit ein paar Pistazien verzieren.
    Vor dem Servieren mindestens 15min aushärten lassen.

Karotten Hummus

Wie versprochen, bekommt ihr hier schon gleich das erste Rezept. Ich liebe Hummus, allerdings liegen die vielen Schalenfrüchte mir häufig „schwer im Magen“ und blähen mich auch schnell mal auf. Deshalb wollte ich gerne eine Hummus-Option für den Workshop kreieren, die keine Kichererbsen enthält.

Ich sage euch, es war eine lange Reise 😄 Meine ersten beiden Anläufe – Rote Beete Hummus und Avocado Hummus – gingen total schief. Danach versuchte ich einen Zucchini Hummus, der okay, aber nicht toll war. Erst im vierten Anlauf kam ich auf Karotte und nach ein, zwei Anpassungen hat er mir fast besser als der klassische Hummus mit Kichererbsen geschmeckt. Ich empfehle euch dringend ihn auszuprobieren, vor allem wenn ihr auch manchmal eure Probleme mit der Verdauung von großen Mengen an Hülsenfrüchten habt!

Viel Spaß beim Kochen und liebe Grüße aus Berlin.

Eure Anika 🥕


Zutaten

  • 800g Karotten
  • 2 EL Olivenöl**
  • 2 Knoblauchzehen**
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Currypulver
  • Prise Salz
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 EL Kokosmilch
  • 2 EL Aquafaba (die Flüssigkeit aus dem Kichererbsen-Glas)
  • 1 EL Tahini
  • 2 Stangen frischer Koriander
  • kleines Stück Ingwer

**Für alle die sich FODMAP ernähren: wir haben im Workshop 2 EL Knoblauchöl benutzt, das ich davor vorbereitet hatte. Falls ihr mein Rezept wollt, gebt Bescheid! Knoblauchöl ist viel besser verträglich als Knoblauch selbst.

Zubereitung

  1. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Karotten waschen, schälen (optional), grob kleinhacken und mit Öl, Kümmel, Curry und Salz vermischen. Alles auf ein Backpapier abgedecktes Blech geben und im Ofen circa 20 min weich backen.
  2. Karotten abkühlen lassen.
  3. Karotten mit allen anderen Zutaten in einem Mixer zu glattem Hummus verarbeiten.

Eindrücke des Kochworkshops

Am Montag habe ich meinen ersten Workshop veranstaltet, wie einige von euch vielleicht schon mitbekommen haben. Es war so ein toller Abend mit ehrlichen Gesprächen, viel Lachen und leckerem Essen. Danke an alle, die gekommen sind. Vielleicht habt ihr auch schonmal erlebt, wie schön es ist, wenn etwas, das man über einen langen Zeitraum liebevoll plant und vorbereitet, wirklich stattfindet ❤️

Aber lasst euch nicht von meiner Schwärmerei täuschen: so einiges ist auch schief gelaufen! Meine Zeitplanung war zum Beispiel ziemlich mies und einige Teilnehmer sind leider nicht aufgetaucht. Allgemein habe ich richtig viel für das nächste Mal mitgenommen und gelernt.

Wie auch immer habe ich einige schöne Bilder für euch, sodass ihr einen kleinen Eindruck bekommen könnt. Außerdem werde ich die Rezepte, die ich alle extra für den Workshop zusammengestellt habe, nach und nach in den kommenden Tagen/Wochen hier teilen – also macht euch bereit für eine Rezepte Flut. Das erste Rezept (Karottenhummus) kommt gleich heute.

Wir haben von Wraps über Süßkartoffel Falafel, Quinoasalat, Aubergine mit Granatapfel, gebackenen Avocados und Hummus bis zu Rhababercreme und gefüllten Datteln nichts ausgelassen und einen echten Festschmaus kreiert.
Damit der Workshop etwas länger nachklingt, hat jeder von mir noch ein Birchermüsli für den nächsten Morgen bekommen. Das Rezept werde ich auch teilen.
Alles war vegan und glutenfrei und größtenteils auch FODMAP freundlich, um auch wirklich darmfreundlich für alle Teilnehmer zu sein.

Falls ihr Lust habt, beim nächsten Mal dabei zu sein, gebt Bescheid. Ich hoffe, ihr habt ein wunderschönes Wochenende und sende euch wie immer ganz viele liebe Grüße aus Berlin.

Eure Anika 🌷

Gesund, schön, perfekt

Jeder möchte sich gesund ernähren. Dabei scheint „gesund“ zwar für jeden etwas Anderes zu bedeuten, aber es scheint auch immer damit zusammenzuhängen, sich einerseits gut zu fühlen (beispielsweise genug Energie zu haben oder eine regelmäßige Verdauung) und andererseits gut auszusehen (beispielsweise eine gesunde Haut zu haben oder ein gutes Gewicht).

Schönheitsideal oder Gesundheitsideal

Dabei ist der Unterscheid zwischen „gesund fühlen“ und „gesund aussehen“ ein großer. Besonders da unsere Definition eines schönen Körpers häufig gar nicht gesund ist. Wie in den vergangenen Jahren zur Genüge thematisiert wurde, sind die meisten Schönheits- und Gesundheitsideale, die uns beispielsweise in den Medien gezeigt werden, gar kein Optimum für Gesundheit! Im Gegenteil. Die meisten Vorbilder, die mit „Gesundheit“ assoziiert werden, sind super dünne, durchtrainierte SportlerInnen oder irgendwelche Smoothie-schlürfenden Schönheiten. Dabei hängt unser Schönheitsideal gegebenenfalls gar nicht mit dem Körpergefühl zusammen, das wir uns erträumen.

Heute möchte ich euch einladen, euch über die folgenden drei Dinge einmal Gedanken zu machen, weil sie mir einen Perspektivwechsel gebracht haben, der meiner Gesundheit sehr gut getan hat!

  1. Was ist gesund für mich?
    Am Ende des Tages ist Gesundsein Glücksein für mich. Das bin ich am ehesten, wenn ich schmerzfrei bin, mich leicht, sauber, sicher, wach und beweglich fühle. Ich bin jahrelang in dem Glauben herumgelaufen, dass ich so glücklich sein werde, wie die lachende Frau in der Werbung, wenn ich so schlank bin wie sie. Lasst euch nicht verarschen. Das stimmt hinten und vorne nicht!

    Wie fühlt sich gesund sein für dich an und wie sieht es aus?

  2. Essen um gesund zu sein, nicht um schön zu sein.
    Habt ihr auch mal die Erfahrung gemacht, dass man manche Dinge im Leben loslassen muss, damit sie Platz haben zu einem zu kommen? So ist das mit dem Schönsein glaube ich auch. Wenn man sich ehrlich, wahrlich darauf konzentriert sein Leben darauf auszurichten, gesund zu sein, dann ergeben sich andere Dinge daraus. Auch wenn ich keinen wissenschaftlichen Beweis habe, würde ich beide Beine dafür ins Feuer legen, dass Menschen, die wirklich gesund leben, automatisch besser aussehen. Wenn Gesundsein bedeutet, dass man sich leicht und beweglich fühlt, zieht man sich höchstwahrscheinlich keine Wienerschnitzel mit Pommes rein… es macht also selbst aus einer Schönheitsperspektive Sinn, sich von „schön“ abzuwenden und alle Segel Richtung „gesund“ zu stellen!

    Mit welchem Ziel isst du? Soll es dich irgendwie befriedigen, nur satt machen, gesund machen, schlank machen…?

  3. Schönheitsideal überprüfen.
    Ganz ehrlich, ich glaube mein Schönheitsideal ist ehrlich gesagt viel zu dünn. Auch wenn es in meinem Kopf im Bikini richtig gut aussieht, würde es wahrscheinlich bei der ersten Krankheit verhungern.
    – „Gut, dann ist es halt mega sportlich und stark und nicht einfach nur dünn“
    Dieses Ideal müsste locker 6 Mal die Woche Sport machen und sich 
    ausschließlich von Gemüse und Hühnchen ernähren. Das klingt nicht sehr gesund und auch wenn es schwer fällt es aufzugeben, macht es doch nur unzufrieden, etwas hinterherzulaufen, was niemals ins eigene Leben reinpassen wird.

    Ist das Schönheitsbild, das du dir erträumst, überhaupt gesund?

Unendliche Selbstverbesserung

Noch ein paar allgemeine Gedanken zum Thema Gesundheits- und Schönheitsideale zum Schluss:

Ja, meiner Gesundheit tut es gut, wenn ich mich häufiger mal frage: ist es gesund (wir bleiben wieder bei meiner Definition von Gesundheit) ohne Helm Fahrrad zu fahren, das zu essen, heute zum Sport zu gehen, meinen Kalender so zu füllen usw.?

Und trotzdem… Ich verspreche euch, man wird nicht glücklicher, wenn man näher an seinem eigenen Ideal dran lebt.  Unendliche Selbstverbesserung führt nicht zu Glück und erst Recht nicht zu Gesundheit sondern eher zu Stress und wie die Karotte am Stiel zu Frustration. Gesundheit ist auch ein Geisteszustand, zu dem man sich entscheiden kann. Jetzt gleich. Genau so wie du gerade da sitzt oder stehst und diese Zeilen liest.
Dich selbst gern zu haben, so zu akzeptieren wie du bist und dein eigener „partner in crime“ zu werden, ist das Gesündeste, was du tun kannst!

Gesundheit ist also nicht nur ein Ziel, sondern kann auch schon der Weg sein.

In diesem Sinne euch allen einen gesunden Start in die Arbeitswoche. Ich freue mich über eure Erfahrungen und Gedanken zu dem Thema.

Ganz liebe Grüße, eure Anika

PS: Wenn ihr jetzt neugierig seid, wie ich aussehe: ein Platz für den Workshop kommenden Montag ist noch frei 😉 Und es wird noch viel spannendere Dinge zu entdecken geben, das verspreche ich euch!

Müslistangen mit Beerenmarmelade für Kreative

Ein frohes Wochenende euch allen! Wie verbringt ihr den 1. Mai?
Wir gehen schon seit ich denken kann an diesem Feiertag wandern. Ich verbringe mein langes Wochenende in den Alpen und merke wieder einmal, wie sehr die Natur dabei hilft runterzukommen und mich ganz bei mir selbst zu fühlen (der fehlende Handyempfang hilft auch 😉).

Ein Thema, was ich mit dem heutigen Rezept elegant umschiffen kann, ist das Wanderproviant. Während alle anderen auf einer Hütte Schinken, Käse, Joghurt und Brot essen, weiß ich, dass keines dieser Lebensmittel mit Kraft für den Wandertag gibt. Ich packe ich mir stattdessen einfach ein paar meiner Müslistangen zum Mitnehmen ein. Sie schmecken auch ohne Belag traumhaft, pflegen meinen Darm, geben mir Energie und sind klecker frei im Rucksack zu transportieren.

Falls ihr für eure 1.Mai Wanderung auch noch nach darmfreundlichem Proviant sucht: ich habe euch das Rezept für meine Müslistangen und auch gleich mein Chia Marmeladen Rezept dazu aufgeschrieben.

Die Müslistangen sind super variabel. Wer kein Nüsse oder Trockenfrüchte verträgt, kann stattdessen mehr Samen, Haferflocken, Kerne oder Ähnliches nehmen. Eine echtes Rezept für Kreative 🙃

Ich hoffe ihr nutzt die Gelegenheit ein bisschen zu entspannen und stressfrei den Feiertag zu genießen.

Ganz liebe Grüße aus der Schweiz, eure Anika.

P11703986 Müslistangen, 10 Minuten + 25 Minuten Backzeit

Zutaten Müslistangen

  • 300ml Kokosmilch
  • 1 EL Kokoszucker
  • 75g glutenfreies Mehl (ich habe genommen: 2 EL glutenfreier Mehlmix, 2 EL Sonnenblumenmehl, 4 EL Buchweizenmehl)
  • 1/2 TL Backpulver
  • Gewürze: Zimt, Muskat, Cardamom
  • 200g Nuss- und Kernemix + Extra zum Verzieren
    Ihr könnt ALLES benutzen, was ihr Müsli-mäßiges da habt! Seid kreativ 🙂 Ich habe genommen:  

    • 50g ganze Haselnüsse
    • 30g glutenfreie Haferflocken
    • 30g Rosinen
    • 20g gepuffter Quinoa
    • 2 EL Leinsamen
    • 2 EL Kürbiskerne
    • 2 EL Sonnenblumenkerne
    • 2 EL Cornflakes

Zubereitung Müslistangen

  1. Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. 
  2. Kokosmilch in einem kleinen Topf leicht erwärmen, bis alles flüssig ist und den Kokoszucker darin auflösen.
  3. Mehl, Backpulver und Gewürze hinzufügen und mit dem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren. Es sollte eine homogene, zähe Flüssigkeit entstehen.
  4. Nun den Nuss- und Kernemix unterheben und auf einem Backblech circa 6 Müslistangen formen. Der Teig ist etwas klebrig, deshalb mache ich das immer mit einem Löffel.
  5. Jeweils einen Klecks Honig und ein bisschen extra Nuss- und Kernmix zum Verzieren über die Stangen geben.
  6. Die Müslistangen für 25 Minuten knusprig ausbacken.
    Am besten schmecken sie abgekühlt, mit Kokosjoghurt und selbstgerechter Chia Marmelade (siehe unten) oder Nussbutter.

 


Für 1 Glas Marmelade, 20 Minuten

Zutaten Chia Marmelade

  • 400g gefrorene Beeren
  • 4 EL Chiasamen
  • 2 EL Ahornsirup

Zubereitung Chia Marmelade

  1. Die gefrorenen Beeren in einem kleinen Topf unter schwacher Hitze aufwärmen.
  2. Wenn sie aufgetaut sind, die Hitze hochdrehen und die Früchte circa 10 Minuten unter regelmäßigem Rühren einkochen, bis sie zerfallen.
  3. Chiasamen und Ahornsirup hinzugeben und auf schwacher Hitze weitere 10 Minuten ziehen lassen.
    Schmeckt auch auf Brötchen, im Müsli oder als Porridge-Topping toll und ist tausend Mal gesünder als herkömmliche Marmelade.

Selbstgemachte Nussbutter

Heute schreibe ich euch vom Flughafen in Zürich. Ich werde die nächsten Tage nach  sehr arbeitsintensiven und sehr schönen Wochen im Urlaub verbringen. Und zwar mit Wandern, Entspannung und freiem Kopf – vor allem auch zur anschließenden Detailplanung für den Workshop am 07. Mai. Es haben sich genug Teilnehmer angemeldet, damit der Workshop stattfinden kann und ich kann es kaum noch erwarten. Wer noch überlegt, ob er dazu kommt: 2 Plätze sind noch da.

Heute habe ich ein Nussbutter Rezept für euch. Es schmeckt meiner Meinung nach besser als gekaufte, ist etwas günstiger, enthält ganz sicher keinen Zucker oder Zusatzstoffe und verströmt einen herrlichen Duft in der Wohnung. Die Nussbutter schmeckt mir am besten aufs Brot, im Müsli, im Porridge, auf Pfannkuchen, in Smoothies, in Currys oder einfach so als Dip für Karotten oder Äpfel.

Viel Spaß beim Nussbutter naschen und genießt das lange Wochenende!

Ganz liebe Grüße aus der Schweiz, eure Anika


P1170287

Zutaten

  • 400g gemischte Nüsse (ich finde, es sollten mindestens 50% Cashews und Mandeln sein, damit es so richtig cremig wird) * **
  • 1/2 TL Zimt

Zubereitung

  1. Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Nüsse auf einem Backblech auslegen und mit Zimt bestreuen.
  3. Für circa 7 Minuten backen, die Nüsse gut durchmischen und noch einmal für circa 7 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und herrlich durften.
  4. Nüsse aus dem Backofen nehmen und mindestens 30min abkühlen lassen.
  5. Wenn die Nüsse nicht mehr heiß sind, in einen sehr guten Mixer oder eine Küchenmaschine geben. Die Nüsse müssen jetzt mit viel Geduld verarbeitet werden. Mein Mixer braucht dazu „Hilfe“. Ich schalte ihn am Anfang alle paar Sekunden ab und drücke die Nussmasse, die sich am Rand gebildet hat, nach unten. Nach einigen Minuten des „Mixens und Runterdrückens“, werden die Nüsse langsam aber sicher cremig.
  6. Nun heißt es abwarten, bis die Nussbutter richtig flüssig ist. Das dauert bei meinem Mixer circa 12 Minuten! Seid also geduldig und schaltet nicht zu früh ab!

In einem Glasgefäß hält sich die Butter bei Raumtemperatur ein paar Wochen. Im Kühlschrank wird sie hart.


* Eine kleinere Menge als 400g Nüsse empfehle ich nicht, weil sich die Nussstücke am Anfang sonst nur an den Rand drehen und ständig in die Mitte, wo das Messer sich dreht, gedrückt werden müssen.

** Neben Haselnuss, Erdnuss, Macadamias, Paranuss, Mandel, Cashew oder Pekannuss, funktionieren auch Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pistazien oder Sesam bestens!